Synoviale Einrichtungen an der Rinderzehe

(15.01.2013) H.E. KÖNIG, J. HAGEN, R. MACHER, S DONOSO und A. PROBST; Wien Tierärztl Monat – Vet Med Austria 100 (2013)

Anatomische Kenntnisse über die Zehen des Rindes müssen sich die Studierenden bereits in der Lehre aneignen, da sie für klinische Interventionen von großer Bedeutung sind.

Unter Verwendung von 14 Zehen von Rindern wurden die synovialen Einrichtungen beschrieben. Von einer Vordergliedmaße und einer Hintergliedmaße kamen S10 plastinierte Schnittpräparate zur Untersuchung.

Die praxisrelevanten synovialen Einrichtungen sowie ihre Rezessus konnten beschrieben und vermessen werden. Der palmare proximale Rezessus der Fesselbeugesehnenscheide, der für Punktionen verwendet wird, erstreckt sich bis zu 80 mm proximal des Zehengrundgelenks.

Er wird durch die Seitenschenkel des M. interosseus medius vom Rezessus des Zehengrundgelenks getrennt und kann zwischen dem M. interosseus medius und den Beugesehnen punktiert werden.

Erstmals wurden in dieser Arbeit S10 Sagittalschnitte von Rinderzehen beschrieben. Der große Vorteil besteht darin, dass diese sowohl im anatomischen Unterricht als Lehrpräparate, als auch in der Klinik als Orientierung für therapeutische Belange verwendet werden können.

Wien Tierärztl Monat – Vet Med Austria

www.wtm.at


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