BOKU sucht GartenbesitzerInnen zur Erforschung des Igelvorkommens

(02.04.2016) Im Projekt „Die Igel sind los! Punks in unseren Gärten“ erforschen WissenschaftlerInnen der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zusammen mit GartenbesitzerInnen das Igelvorkommen in den österreichischen Gärten.

Zum Mitforschen sind alle eingeladen, die einen eigenen Garten oder Zugang zu einem Garten haben.

Universität für Bodenkultur Wien Nach einem erfolgreichen ersten Projektjahr hofft die BOKU heuer auch auf zahlreiche Beteiligung aus den westlichen Bundesländern.

Die Spurensuche ist kinderleicht

Durch die Verwendung eines Igeltunnels kann jede/r den nachtaktiven Gesellen in seinem Garten auf die Spur kommen, ohne sich selbst die ganze Nacht auf die Lauer legen zu müssen. Diese einfache, spannende Methode wurde in England (Nottingham Trent University) entwickelt und eignet sich auch für Kinder.

Der Igeltunnel kann entweder selbst gebaut oder bei einem der regionalen Kooperationspartner ausgeborgt werden. Eine Bauanleitung sowie die Liste unserer Kooperationspartner sind auf der Projektwebseite igelimgarten.boku.ac.at zu finden.

Der Igeltunnel wird abends mit Köder, Farbe und Papier bestückt. Wird ein Igel durch den Duft des Köders angelockt, hinterlässt er auf dem Papier seine typischen Fußabdrücke. Eine Kontrolle am nächsten Morgen zeigt, ob ein Igel oder andere nachtaktive Tiere durch den Tunnel gelaufen sind.

Igelspuren können mit ein wenig Übung erkannt und von anderen Spuren unterschieden werden. Auch persönliche Begegnungen mit Igeln im Garten können gemeldet werden – dafür gibt es unter igelimgarten.boku.ac.at eine eigene Eingabemöglichkeit.

Datenerhebung mittels online-Fragebogen

Mit Hilfe der erhobenen Igeldaten soll auch der Einfluss der Gartenstrukturen und -bewirtschaftung auf das Igelvorkommen untersucht werden. Deshalb werden die GartenbesitzerInnen gebeten, über einen online-Gartenfragebogen einige Angaben zu ihrem Garten zu machen.

Anschließend können die Igeltunnelerhebungen bzw. direkten Igelbeobachtungen eingegeben werden. Auch ein Fehlen des Igels ist ein wichtiges und spannendes Ergebnis, das in die Auswertungen miteinbezogen wird!

In Kombination mit einer Analyse der landschaftlichen Umgebung der Gärten werden Empfehlungen und „best practice“ Beispiele für eine igelfreundliche Gartengestaltung erstellt.

Mitmachen und einen Award gewinnen

Besonders eifrige IgelforscherInnen können dieses Jahr den Citizen Science Award in drei Kategorien gewinnen – mehr dazu sowie weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter igelimgarten.boku.ac.at.

Das Citizen Science Projekt wird vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft über die Förderschiene Young Science gefördert.

Kontakt

Institut für Integrative Naturschutzforschung
Universität für Bodenkultur Wien

eMail: igelimgarten@boku.ac.at

igelimgarten.boku.ac.at


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