Felix-Wankel-Preis 2009 für Gießener Forscher

(19.05.2009) Für seine Forschungsarbeit zum Thema „Verbesserung der Aussagekraft von Tierversuchen durch systematische Umweltvariation“ wird Hanno Würbel, Professor für Tierschutz und Ethologie am Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, an der LMU mit dem Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis 2009 ausgezeichnet.

Professor Würbel forscht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Aufklärung und Lösung von Tierschutzproblemen in der Tierhaltung und im Tierversuch. Dabei wendet er Erkenntnisse und Methoden aus der ethologischen Grundlagenforschung gezielt auf tierschutzrelevante Fragestellungen an.

Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Auswirkungen reizarmer Haltungsbedingungen auf das Verhalten und das Wohlergehen von Tieren. Ausgehend davon begann er eine im Tierversuch allgemein akzeptierte Praxis zu hinterfragen – die Standardisierung der Haltungsbedingungen zur Verbesserung der Aussagekraft und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Mit seiner jüngsten Arbeit hat er diese gängige Lehrmeinung widerlegt und nachgewiesen, dass Standardisierung der Umweltbedingungen genau das Gegenteil bewirkt – nämlich eine Verminderung von Aussagekraft und Reproduzierbarkeit der Versuche.

Gleichzeitig hat er gezeigt, wie dieses Problem auf einfache Art und Weise gelöst werden kann, damit mit weniger Versuchstieren aussagekräftigere Ergebnisse erzielt werden können.

Hanno Würbel, Jahrgang 1963, stammt aus Langenthal in der Schweiz. Er studierte Biologie an der Universität Bern und promovierte 1996 an der ETH Zürich.

Unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds führte er seine Forschungen als Postdoktorand an der Universität Bristol in England weiter, bevor er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent für Ethologie, Tierhaltung und Tierschutz zurück an die ETH Zürich wechselte.

2002 folgte er einem Ruf der Justus-Liebig-Universität in Gießen auf die dort neu eingerichtete Professur für Tierschutz und Ethologie, die er seither inne hat.

Der Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis wurde 1972 von dem renommierten Erfinder Felix Wankel gestiftet. Er wird durch die LMU in der Regel alle zwei Jahre für hervorragende, experimentelle und innovative wissenschaftliche Arbeiten verliehen, deren Ziel bzw. Ergebnis es ist, Tierversuche zu ersetzen oder einzuschränken, den Tierschutz generell zu fördern, die Gesundheit und tiergerechte Unterbringung von Versuchs-, Heim- und Nutztieren zu gewährleisten oder die Grundlagenforschung zur Verbesserung des Tierschutzes zu unterstützen.

Der Preis ist mit maximal 30.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen: www.felix-wankel-forschungspreis.de

 


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