Das neue Lehr-Aquarium im Interdiziplinären Forschungszentrum der Universität Gießen
Universität Gießen: Unterwasserwelt eines Korallenriffs live im Hörsaal

(02.07.2007) Interdisziplinäres Forschungszentrum (IFZ) der Universität Gießen verfügt nun über ein Meerwasser-Lehr-Aquarium mit modernster Technik.

Anemonenfische, Korallen, Seesterne und Krebse: Die Unterwasserwelt eines Korallenriffs im indowestpazifischen Raum können Studierende und Mitarbeiter der Justus-Liebig Universität nun auch im küstenfernen Gießen live beobachten - im Lehr-Aquarium des Interdisziplinären Forschungszentrums (IFZ).

Außerdem kann das Innenleben des Aquariums per Netzwerkkamera direkt zur Vorlesung in den Hörsaal übertragen werden.

Das mit modernster Technik ausgestattete Meerwasser-Aquarium im 4. Stock des IFZ fasst etwa 1000 Liter. Wie im Ozean brandet das Wasser hin und her.

Tagsüber scheint die künstliche Sonne, nachts liegt blaues Mondlicht über dem Wasser. Das Aquarium lockt Studierende und Mitarbeiter gleichermaßen an und lädt zum Verweilen und Beobachten ein.

Für Thomas Wilke stellt das Aquarium einen "Steppingstone dar, um das Fach Biologie in Gießen noch attraktiver zu machen".

Dass viele Studierende heute kaum mehr Kontakt zu lebenden Tieren haben, sieht Prof. Wilke als großes Problem. "Und die Artenkenntnis geht immer mehr verloren." So will er im Lehr-Aquarium wichtige Tiergruppen demonstrieren.

Es soll aber auch verhaltensbiologische und ökologische Zusammenhänge im Riff anschaulich machen - zum Beispiel, dass viele niedere Tiere im Riff in Symbiose mit einzelligen Algen leben, die Nahrungssubstanzen für ihren Wirt produzieren.

Nicht zuletzt will der Biologe Verständnis wecken für die Empfindlichkeit des Öko-Systems Riff und sensibilisieren für die Gefährdung, die ihm durch die globale Erwärmung und Überdüngung des Meeres droht.

Und während der Professor erzählt, geht das Leben im Aquarium weiter seinen Gang: Die Putzergarnele kommt aus ihrer Deckung heraus und putzt den vorbeischwimmenden Paletten-Doktorfisch, indem sie ihm die Parasiten entfernt. Sie ist hinterher satt, der Doktorfisch ist sauber.

Ein Stückchen weiter machen die großen Schwarzflossen Anemonenfische dem kleinen Falschen Clownfisch sein Rückzugsgebiet in der Anemone streitig. "Aber das wird nicht mehr lange dauern", weiß Prof. Wilke: "Die beiden großen werden ein Paar bilden, laichen und sich dann in eine Anemone zurückziehen. Dann wird die zweite wieder für die kleineren Clownfische frei."

Das Aquarium selbst wurde aus Mitteln der Professuren Thomas Wilke und Volkmar Wolters (FB 08) finanziert. Der Umbau zu einem Lehr-Aquarium wurde im Rahmen der Geburtstagsgeschenke-Aktion anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Universität durch eine Spende des Verlags der Mittelhessischen Anzeigen-Zeitung und von der Firma Media Markt unterstützt.

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