Projekt ProKlaue an Veterinärmedizinischer Fakultät gestartet

(11.04.2015) An der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig ist am 1. April 2015 das Verbund-Projekt ProKlaue gestartet: Im Veterinär-Anatomischen Institut wird ein Team aus sechs Wissenschaftlern an der Verbesserung der Klauengesundheit von Milchkühen forschen.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung fördert das Vorhaben mit über 466.000 Euro. Das Verbundprojekt mit drei Partnern aus der Wirtschaft hat ein Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro.


Mitarbeiterinnen des Projekts ProKlaue (von vorn nach hinten): Dr. Sarah Grund sowie die Tierärztinnen Monique Springer und Nicole Röhrmann hinter dem Skelett einer Milchkuh.

Bis März 2018 werden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Ansätze zur nachhaltigen Verbesserungen des Tierwohls und zur Verringerung von Erkrankungen der Rinderklaue erarbeitet.

Die Analyse der Biomechanik der Rinderklaue mit der biplanaren Fluoreszenzkinematografie - einer Möglichkeit zur Erstellung von Hochgeschwindigkeits-Röntgenaufnahmen in Bewegungen - sowie innovativen Druckmesssystemen liefert dabei die wissenschaftlichen Grundlagen zur Optimierung von Stallböden und Klauenpflegetechniken.

Die Entwicklung von Gummimatten, die an die Biomechanik der Klaue angepasst sind, und deren Evaluierung unter Praxisbedingungen stellt einen weiteren Schwerpunkt dar.

Die Forschungsergebnisse fließen direkt in die Entwicklung innovativer Produkte der Projektpartner für den praktischen Einsatz in Nutztierbeständen ein.

"Damit trägt die Forschungsarbeit an der Veterinärmedizinischen Fakultät unmittelbar zur nachhaltigen Verbesserung des Tierwohls in der Milchkuhhaltung bei", sagt der Professor für Veterinär-Anatomie, Christoph Mülling.



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