Workshop in Leipzig: Virusinfektionen der Tiere sicherer bekämpfen

(14.01.2009) Virusinfektionen bei Tieren sind das Thema eines internationalen Workshops an der Veterinärmedizinischen und der Medizinischen Fakultät.

Die Experten empfehlen als wirksamstes Mittel der Bekämpfung von Viruserkrankungen beim Tier Impfungen des Viehbestandes. Eine wesentliche Aufgabe der Virologen sei es, wirksamere Impfstoffe zu entwickeln.

Veterinärmedizinische Fakultät Zeit: 15. Januar 2009
Ort: Herbert Gürtler-Haus
Veterinärmedizinische Fakultät
An den Tierkliniken

Virologen aus sieben Ländern treffen sich zum internationalen Workshop zum Thema "Circo- und Polyomarus-Virus-infektionen bei Vögeln und Parvovirus-Infektionen beim Schwein". Organisator dieses innerhalb eines BMBF-geförderten Formatprojektes stattfindenden Wrkshops ist der Verbund Infektionsmedizin.

Dem Verbund gehören an von Seiten der Medizinischen Fakultät das Team um Prof. Dr. Christian Jassoy vom dortigen Institut für Virologie und von Seiten der Veterinärmedizinischen Fakultät das Team von Prof. Dr. Hermann Müller vom Zentrum für Infektionsmedizin und das Team um Prof. Dr. Uwe Truyen vom Zentrum für Veterinary Public Health.

Gegenstand des Workshops sind die Parvovirose des Schweins sowie einige verlustreiche Virusinfektionen von Gänsen, Tauben und Papageien, hervorgerufen z.B. durch die sogenannten aviären Polyomaviren. "Diese Infektionen sind nicht auf den Menschen übertragbar", sagt Prof. Jassoy.

"Ziel ist nun, im Hinblick auf die Tiergesundheit gemeinsam nach besseren Möglichkeiten der Diagnostik dieser Erkrankungen und ihrer Bekämpfung zu suchen", ergänzt Prof. Müller. "Auch die wirtschaftlichen Aspekte sind nicht zu unterschätzen."

"Die bisher eingesetzten Impfstoffe z.B. gegen die Parvovirus-Infektionen der Zuchtsauen haben vor allem den Nachteil, dass sie nicht nachhaltig genug sind, so dass sie nach relativ kurzer Zeit wiederholt werden müssen", erklärt Prof. Truyen.

Auf der Tagung erörtern Vertreter aus Forschung, Praxis und Klinik sowie Fachleute aus Diagnostika- und Impfstoffunternehmen in Vorträgen und Gesprächen mögliche Lösungen durch neue Diagnostika und Impfstoffe.

www.vmf.uni-leipzig.de

 


weitere Meldungen

Thomas Vahlenkamp; Bildquelle:  Swen Reichhold

Virologe der Universität Leipzig: Haustiere können sich doch mit Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren

Was noch vor drei Monaten als unwahrscheinlich galt, ist jetzt Realität: Auch Haustiere können sich mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren.
Weiterlesen

Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp, Direktor des Instituts für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig; Bildquelle: Universität Leipzig/Swen Reichhold

"Nach derzeitigem Kenntnisstand ist auszuschließen, dass das Virus auf Haustiere übertragen wird"

Können sich Haustiere mit dem Coronavirus infizieren? Es gibt entsprechende Berichte aus China und Belgien
Weiterlesen

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig

West-Nil-Virus: Gefahr aus den Tropen vor allem für Vögel Infektionsgefahr auch für Menschen

Die Klimaerwärmung könnte ein Grund für die zunehmende Verbreitung des sogenannten West-Nil-Virus in Mitteleuropa und neuerdings auch in Deutschland sein
Weiterlesen

Ameisenbär auf dem Laufband; Bildquelle: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Forscher untersuchen Bewegungsabläufe von Ameisenbären

Ameisenbären auf dem Laufband: Erstmals sind an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit einer speziellen, hochmodernen Anlage zwei Tamanduas – so der lateinische Name der exotischen Tiere – in Bewegung geröntgt worden
Weiterlesen

Blick in eine Vogelbörse; Bildquelle: Dr. Norbert Kummerfeld/Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Exopet-Studie zeigt: Viele Halter exotischer Tiere sind ungenügend informiert

Wissenschaftler der Universität Leipzig untersuchten im Rahmen einer aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geförderten Studie "EXOPET" den Handel und die Haltung von Vögeln und Reptilien in Privathand
Weiterlesen

Dank der Spektroskopie lässt sich bereits am ersten Tag nach einer möglichen Befruchtung feststellen, ob im Ei eine Legehenne heranwächst oder ein männliches Tier.; Bildquelle: Medizinische Fakultät der TU Dresden / Stephan Wiegand

Durchbruch bei der Geschlechterbestimmung in Hühnereiern

Zwei Forschungsgruppen der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden sowie der Klinik für Vögel und Reptilien der Universität Leipzig ist der technologische Durchbruch bei der Geschlechterbestimmung in Hühnereiern gelunge
Weiterlesen

Eine der kleinsten Känguruarten der Welt: Tammar Wallaby; Bildquelle: DDr. Simone Fietz

Tammar Wallabys: Wie das Großhirn groß wurde

Im Laufe der Evolution hat sich das Großhirn von Säugetieren immer weiter vergrößert. Das sich entwickelnde Großhirn des Menschen enthält einen besonderen Zelltyp, die basale radiale Gliazelle (bRG)
Weiterlesen

Lage verschiedener Gehirnareale im Hund: 3-Dimensionale Rekonstruktion der Haut und des Knochens aus dem MRT eines Beagles und die Projektion des Gehirnatlas. Die verschiedenen Gehirn; Bildquelle: Dr. med. vet. Björn Nitzsche

Wie die Hundezucht die Form und die Größe des Hundegehirns verändert?

Die Domestizierung und gezielte Zucht von Haushunden hat ihre Kopfform verschiedentlich verändert. Umbildungen führen bei einigen Rassen zum Beispiel zu verengten Atemwegen
Weiterlesen

Kurzmeldungen

Firmennews

Neuerscheinungen

09.10.