Yacouba Samake besucht die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig

(24.01.2011) Der afrikanische Repräsentant der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) wird am 31. Januar seine einstige Wirkungsstätte, die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig besuchen.

Dr. Yacouba Samaké kommt aus Bamako in Mali, hat von 1972 bis 1977 Veterinärmedizin in Leipzig studiert und danach hier auch sein Pflichtassistentenpraktikum absolviert. Dr. Samaké ist anlässlich der Grünen Woche in Berlin auf Deutschlandtour.

Der Leiter des Instituts für Parasitologie, Prof. Dr. Arwid Daugschies hat für den erfolgreichen Alumni der Universität ein Besuchsprogramm zusammengestellt. Danach wird Dr. Samaké zunächst von Prof. Daugschies begrüßt.

Danach sind Besuche in der Medizinischen und der Kleintierklinik sowie im Dekanat geplant, bevor sich der Gast aus Afrika zum Abschluss das Institut für Lebensmittelhygiene anschaut. Seine Zeit in Leipzig, wo er von seiner Frau begleitet wird, ist allerdings knapp bemessen: Schon am Nachmittag des 31. Januar fliegt der OIE-Repräsentant zurück in seine Heimat.

Der Besuch des OIE-Repräsentanten ist die erste wichtige Veranstaltung an der Veterinärmedizinischen Fakultät im "World Veterinary Year" 2011, in dem das 250-jährige Jubiläum des Beginns universitärer Ausbildung von Tierärzten im französischen Lyon begangen wird. Weltweit wird es aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen geben. Auch in Sachsen ist die Tradition tierärztlicher Ausbildung lang.

Seit 231 Jahren werden zunächst in Dresden, ab 1923 auch in Leipzig Tierärzte ausgebildet. Die Bedeutung, die Tierärzte für die Gesundheit nicht nur des Tieres, sondern vor allem auch des Menschen in vielen Bereichen haben, ist nach den Worten von Prof. Daugschies nicht allgemein bekannt.

Darauf soll unter anderem auf der Grünen Woche in Berlin aufmerksam gemacht werden. "Die Grüne Woche ist für die Tierärzte in Deutschland die zentrale Veranstaltung des ‚World Veterinary Year‘", berichtet Prof. Daugschies.

Leipzig ist ihm zufolge einer von fünf Standorten in Deutschland, an dem Tierärzte ausgebildet werden. Das Engagement des Repräsentanten der Welttiergesundheitsorganisation OIE sei für Afrika besonders wichtig, da gerade für Entwicklungsländer die Tiergesundheit wegen der wachsenden Bevölkerungsgrößen überlebenswichtig ist.

Die OIE (englisch: World Organisation for Animal Health) wurde 1924 von anfangs 28 Staaten gegründet. Unmittelbarer Anlass für die Gründung dieser internationalen Organisation war ein Ausbruch von Rinderpest im Jahr 1920 in Belgien.

Heute hat die OIE 167 Mitglieder, ihr Hauptsitz ist in Paris. Die OIE arbeitet unter anderem Richtlinien für die Bekämpfung von Tierseuchen und Normen für eine hygienische Tierhaltung aus.

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