Genomforschung mit Alexander von Humboldt

(30.07.2007) Australische Wissenschaftlerin erhält Stipendium für Forschungsaufenthalt an der TiHo

Hoch qualifizierte, promovierte Wissenschaftler aus aller Welt, die in Deutschland wissenschaftlich arbeiten möchten, werden von der Alexander von Humboldt-Stiftung durch die Vergabe von Forschungsstipendien unterstützt.

Dr. Danielle Maria de Jong aus Australien hat solch ein begehrtes Forschungsstipendium erhalten und wird mindestens ein Jahr lang ein Forschungsprojekt am Institut für Tierökologie und Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover bearbeiten.

Dr. Danielle Maria de Jong hat an der James Cook University im australischen Townsville studiert und promoviert. Sie wird in Hannover im Rahmen eines Projekts arbeiten, das gemeinsam vom Joint Genome Institute (JGI) und der Yale University in den USA, der James Cook University in Australien, der University of Oxford in Großbritannien sowie dem Institut für Tierökologie und Zellbiologie der TiHo durchgeführt wird: dem Trichoplax-Genomprojekt.

Trichoplax adhaerens ist das strukturell einfachste aller Vielzelligen Tiere; es bildet die einzige Art des Tierstammes der Placozoa. Von der Erforschung des Genoms des Trichoplax versprechen sich Wissenschaftler grundlegende Erkenntnisse zur Herkunft aller für höhere Tiere wichtigen Gene.

Dr. de Jong wird sich während ihres Forschungsaufenthaltes mit der Untersuchung regulatorischer Gene, die im Zusammenhang mit dem Ursprung der Zellgewebedifferenzierung, der Ausbildung der Körperform und der Physiologie der Organbildung stehen, beschäftigen. Dabei kann sie auf einen großen Erfahrungsschatz der Kooperationspartner zurückgreifen: Im Juni vergangenen Jahres beschrieben die Wissenschaftler das einzigartige mitochondriale Genom von Trichoplax adhaerens, das direkt zwischen Einzellern und Vielzellern zu vermitteln scheint.

www.tiho-hannover.de

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