Neurowissenschaften in Hannover: positive Bilanz

(28.02.2006) Die Wissenschaftliche Kommission des Landes Niedersachsen hat das Zentrum für systemische Neurowissenschaften (ZSN) in Hannover positiv evaluiert. Verbunden mit der positiven Begutachtung ist die Zusage des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK), dem ZSN rund 550.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Teil des ZSN ist ein internationaler  Promotionsstudiengang, der mit dem Doctor of Philosophy (PhD) abschließt. Das Geld soll für acht Promotionsstipendien, die Weiterführung eines Koordinationssekretariats und Sachmittel verwendet werden. Prof. Dr. Wolfgang Löscher, Sprecher des Zentrums und Leiter des Instituts für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der TiHo freut sich über die erneute finanzielle Unterstützung des Zentrums seitens des Landes: "Die Bedeutung der Neurowissenschaften steigt immer mehr. Durch die Förderung des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums wird dies einmal mehr unterstrichen."

Das ZSN wurde im Herbst 2002 gegründet, es beteiligen sich daran Institute und Kliniken der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Universität Hannover und der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH).

Nach drei erfolgreichen Jahren wurde das Zentrum von der Wissenschaftlichen Kommission positiv begutachtet. Die Gutachter zogen  in ihrem Bericht "eine erfreuliche Bilanz" und betonten ausdrücklich die gute Struktur des ZSN. Sie forderten außerdem die systembezogenen Neurowissenschaften als Forschungsschwerpunkt in Hannover noch stärker herauszustellen.

Prof. Dr. Wolfgang Baumgärtner, Leiter der PhD-Kommission der TiHo betont die Internationalität des Studiengangs: "Begonnen haben wir mit zwei ausländischen Studierenden, mit jedem Jahrgang wird die Zahl größer. Das zeigt, dass der Studiengang, auch international wahrgenommen wird."

Das dreijährige Promotionsprogramm leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Neurowissenschaften und vermittelt den Studierenden die Fähigkeiten, die sie für eine erfolgreiche Karriere in der Forschung benötigen.

Die Gründung des Zentrums erfolgte auf Empfehlung einer Strukturkommission, die von der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen im Rahmen einer Evaluation der Faches Biologie in Hannover eingesetzt wurde. Der Studiengang Biologie wird in Hannover gemeinsam von der Universität Hannover, der MHH und der TiHo durchgeführt. Durch die Vertiefung der Kooperation in den Neurowissenschaften wird das Profil der Biologie in Hannover neu definiert und Schwerpunkte werden neu gesetzt.

Zur Gründung erhielt das Zentrum seinerzeit vom Land eine Anschubfinanzierung von rund 500.000 Euro. Damit konnten unter anderem sieben Promotionsstipendien und ein Koordinationssekretariat eingerichtet werden. Der Studiengang startete im Jahr 2002 mit 13 Promotionsstudierenden.

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