Dr. Nils Helge Schebb erhält zum 1. September 2011 den „Career Integration Grant“ der EU

(01.09.2011) Die vierjährige Forschungsförderung von insgesamt 100.000 Euro wird der Wissenschaftler dazu nutzen um an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) am Institut für Lebensmitteltoxikologie und Chemische Analytik unter Direktor Professor Dr. Pablo Steinberg eine Forschungsgruppe aufzubauen. Die Förderung ist Teil der Marie-Curie-Maßnahmen der EU, die zum Ziel haben, Forscher aus dem Ausland zurück nach Europa zu holen.

Dr. Nils Helge Schebb war nach Forschungsaufenthalten in England und den Niederlanden zuletzt für zwei Jahre als Wissenschaftler an der University of California in Davis in den USA tätig und hat dort unter anderem an der Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Entzündung und Schmerz gearbeitet.

Ziel von Dr. Nils Helge Schebb ist es, mit Methoden der modernen analytischen Chemie die Wirkung von Lebensmittelinhaltstoffen und Kontaminanten auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen. „Nur auf der Basis quantitativer Informationen, die wir über Substanzkonzentrationen und Effektstärken sammeln, können wir die molekulare Ursache von biologischen Effekten verstehen“, stellte der Wissenschaftler fest.

In dem EU-Projekt wird Schebbs Arbeitsgruppe dann sogenannte Metabolomik-Techniken einsetzen. Hierbei werden alle Zwischen- und Endprodukte, die der Körper herstellt, simultan quantitativ bestimmt. Auf diese Art und Weise lässt sich der Einfluss von Wirkstoffen auf den Stoffwechsel umfassender bestimmen als mit der sonst üblichen Messung einzelner Substanzen.

Schebbs Fokus wird auf der Untersuchung von Entzündungsmediatoren, die aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildet werden, liegen. Diese sogenannten Eikosanoide/Oxylipine gehören zu den am stärksten wirksamen körpereigenen Botenstoffen.

Obwohl etwa 80 Prozent der Arzneimittel eine Wirkung auf die Oxylipinbildung haben, so beispielsweise der Aspirinwirkstoff Acetylsalicylsäure, ist bisher kaum verstanden, wie Lebensmittelinhaltstoffe sie beeinflussen. Mit dem EU-Projekt möchte Schebb dies nun ändern und so zu einem besseren Verständnis für eine gesunde Ernährung beitragen.



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