Einfacher Schutz von Pferden und Rindern gegen Insekten

(07.03.2006) Wenn Pferde in den Sommermonaten auf Koppeln weiden, werden sie ständig von Bremsen und Fliegen belästigt. Blutverluste und die Übertragung von Krankheitserregern sind die Folge.

Bislang stehen Pferdebesitzern vor allem Mittel für die Insektenabwehr zur Verfügung, die direkt auf die Pferde aufgetragen werden müssen, etwa Sprays oder Lotionen.

Diese Mittel wirken zwar sofort nach der Behandlung, doch häufig nur für wenige Stunden.

Veterinärmediziner der Freien Universität Berlin haben nun einen Insektenschutz entwickelt, der nicht nur gesünder für die Pferde, sondern auch länger haltbar ist: insektizidbehandelte Netzzäune.

Bereits seit 2004 befasst sich eine Forschungsgruppe am Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der Freien Universität Berlin mit dem Schutz von Pferden gegen Weidefliegen durch die ein Meter hohen, insektizidbehandelten Netzzäune.

Versuche auf Weiden in Brandenburg haben gezeigt, dass Pferde auf geschützten Weiden 90 Prozent weniger von Insekten belästigt wurden als Pferde auf ungeschützten Koppeln. Das Resultat: Die beschützten Pferde weiden ruhiger und entspannter, weil sie sich nicht mehr gegen die Lästlinge wehren müssen.

In weiterführenden Untersuchungen in Ghana haben die gleichen Wissenschaftler der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg untersucht, ob insektizidbehandelte Netzzäune zum Schutz von Rindern auch einen Einfluss auf Insekten von humanmedizinischer Bedeutung haben.

Es wurden deutlich geringere Zahlen von Fliegen, insbesondere blutsaugende Wadenstecher im Umkreis des geschützten Stalles registriert. Auch sind weniger Mücken im Stall gefangen worden, und die Futteraufnahme der Rinder war im Gegensatz zu den Kontrolltieren in den ungeschützten Stallungen kaum gestört.

Artikel kommentieren

weitere Meldungen

Freie Universität Berlin

Projekt „PeTESys“: Forschungsprojekt zur Messung der Gehirnaktivität bei Mensch und Tier

EXIST-Forschungstransfer für interdisziplinäres Projekt am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin
Weiterlesen

Constanze Bönig, Mahtab Bahramsoltani und Salah Al Masri (v.l.n.r.) entwerfen einen Online-Kurs, der geflüchtete Tierärzte dabei unterstützen soll, in Deutschland die Approbation zu erhalten; Bildquelle: Marina Kosmalla

Plattform Support4VETMED: In Deutschland praktizieren

Veterinärmediziner der Freien Universität Berlin haben gemeinsam mit dem Verein Tierärzte ohne Grenzen die Plattform Support4VETMED für geflüchtete Tierärzte gegründet
Weiterlesen

Freie Universität Berlin

Tag der offenen Tür der Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin

Der Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität öffnet am 8. Juli 2017 seine Türen für Groß und Klein
Weiterlesen

Freie Universität Berlin

Virologe Benedikt Kaufer erhält Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung

Prof. Dr. Benedikt Kaufer, Virologe an der Freien Universität, ist eine Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung zuerkannt worden
Weiterlesen

[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...