Neues CD-Labor an der Vetmeduni Vienna eröffnet

(19.06.2013) Das neue Christian Doppler Labor „Monitoring mikrobieller Kontaminanten“ wurde am 19. Juni 2013 feierlich am Campus der Vetmeduni Vienna eröffnet.

Zu den Gästen gehörten Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle, Sektionschef Michael Losch vom Wirtschaftsministerium sowie die Unternehmenspartner aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.


Sektionschef Losch, Rektorin Hammerschmid, Laborleiter Rossmanith, Bundesminister Töchterle, CDG-Präsident Kögerler (v.l.) bei der Eröffnung des neuen CD-Labors

Gemeinsam mit Rektorin Sonja Hammerschmid und Laborleiter Peter Rossmanith und zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft und Industrie fiel der Startschuss für das neue CD-Labor am Institut für Milchhygiene.

Ziel des neuen CD-Labors ist es, innovative Methoden für das Monitoring von Erregern wie Pilzsporen, Bakterien und Viren zu entwickeln, die auf Lebensmitteln sowie im breiten Produktionsumfeld vorhanden sind.

Bio-Monitoring minimiert das Risiko von Erkrankungen aufgrund verunreinigter Lebensmittel. Das macht Nahrungsmittel nicht nur sicherer für die Verbraucher, sondern führt gleichzeitig zu einer Kostenersparnis in der Lebensmittelproduktion.

Zum Einsatz kommen diese neuartigen molekular- und mikrobiologischen Methoden unter anderem in der milchverarbeitenden Lebensmittelindustrie.

„Grundlagenforschung an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen wie der Akademie der Wissenschaften bildet das Rückgrat für mittel- und langfristige Innovation. Durch die Unterstützung der Christian Doppler Forschungsgesellschaft können Grundlagenforschungsergebnisse in kurzer Zeit zu konkreten Anwendungen weiterentwickelt werden.

Davon profitieren alle Seiten: Konsumenten, Unternehmen, aber auch Universitäten, die ihr Innovationspotential heben können“, unterstreicht Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle die Bedeutung von CD-Labors an den Universitäten in seiner Festrede. Für die Vetmeduni Vienna ist es bereits das zweite CD-Labor im Bereich Lebensmittelsicherheit.

Wirtschaftsministerium fördert CD-Labors

Ermöglicht und gefördert wird die Einrichtung von CD-Labors an österreichischen Universitäten durch die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG). CD-Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Träger des Programms und wichtigster öffentlicher Financier ist das Wirtschaftsministerium (BMWFJ).

In seiner Ansprache bekräftige Sektionschef Michael Losch vom Wirtschaftsministerium: „Je intensiver Unternehmer und Forscher kooperieren, desto größere Fortschritte lassen sich in der Entwicklung neuer Lösungen erzielen.

Forschungsintensive Produkte und Verfahren verschaffen den Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile, die wiederum für mehr Wachstum und Beschäftigung sorgen. Der Wirtschaftsstandort Österreich bleibt dadurch leistungs- und wettbewerbsfähig.“

Kernkompetenz Lebensmittelsicherheit

Rektorin Sonja Hammerschmid strich in ihrer Begrüßung die Rolle der Veterinärmedizin für Verbraucherschutz und sicheres Essen hervor. Lebensmittelsicherheit gehöre zu den Kernkompetenzen der Vetmeduni Vienna, die durch ihre Expertise alle Stufen der tierischen Nahrungsmittelerzeugung – Stichwort „Vom Stall auf den Tisch“ - abdecken könne.

„Unser gesellschaftlicher Auftrag ist es, das an der Universität generierte Wissen sowohl an unsere Studierenden, aber auch an die Wirtschaft weiterzugeben. Nur so kommen wir alle in den Genuss von gesundem Essen“.

Neue Lösungen mit starken Industriepartnern

Das CD-Labor verfolgt fächerübergreifend neue Ansätze, um eine lückenlose quantitative Nachweiskette für mikrobielle Kontaminationen im Produktionsumfeld zu entwickeln.

Molekularbiologische Methoden bieten erfolgversprechende Alternativen zu traditionellen mikrobiologischen Nachweisverfahren, die zeitaufwendig sind, begrenzte Sensibilität bieten und auf kultivierbare Zielkeime angewiesen sind.

Als alternativer Lösungsansatz bieten molekularbiologische Methoden die Aussicht, diese Probleme zu umgehen. Bei diesen Methoden wird das Erbgut, die DNA des Zielkeims spezifisch nachgewiesen.

Im Rahmen des neuen CD-Labors sollen raschere und sensiblere Methoden entwickelt werden und das gesamte Betriebsumfeld miteinbezogen werden. Neuartige chemische Reagenzien, wie ionische Flüssigkeiten, ermöglichen eine neue Generation von Methoden.

Die neuen Lösungen werden gemeinsam mit den Unternehmenspartnern Berglandmilch (Österreich), Merck (Deutschland) und Leu Anlagenbau (Schweiz) erarbeitet.




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