Bewerbungen für das Doktoratskolleg Populationsgenetik noch möglich

(08.02.2011) Ein Team renommierter Forschender des FWF-Doktoratskollegs Populationsgenetik bildet Studierende in theoretischer und experimenteller Populationsgenetik aus. Bis 13. Februar 2011 können sich angehende Evolutionsforscher wieder um einen Platz bewerben.

Doktoratskolleg Populationsgenetik Fliegen fallen reihenweise um, wenn man sie vorübergehend extremen Temperaturen aussetzt. Einige wenige unter Hunderten erholen sich bereits nach wenigen Minuten.

Nachwuchswissenschafter des von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) koordinierten FWF-Doktoratskollegs Populationsgenetik untersuchen, welche Gen-Variationen für derartige Überlebensvorteile verantwortlich sind.

Unter der Leitung von Christian Schlötterer, Professor am Institut für Populationsgenetik der Vetmeduni Vienna, hat sich ein Team von renommierten und aufstrebenden Gruppenleitern zusammengetan, um Studierende in theoretischer und experimenteller Populationsgenetik auszubilden. “In der Populationsgenetik wird die Evolution nicht nur sichtbar, sondern auch messbar”, sagt Joachim Hermisson (Universität Wien), Vize-Sprecher und als Professor für Mathematik einer der Theoretiker des Programms.

Weitere Vertreter der Universität Wien und der Max F. Perutz Laboratories kommen aus der Mathematik, Statistik und Bioinformatik, vervollständigt von Molekularbiologen der Vetmeduni Vienna und des Gregor Mendel Instituts (Österreichische Akademie der Wissenschaften).

Es gibt zu wenige Populationsgenetiker, obwohl es mehr als genug zu tun gibt in der Evolutionsforschung: Darin sind sich Magnus Nordborg, Direktor des Gregor Mendel Instituts, und Christian Schlötterer einig. Nur die talentiertesten Bewerber aus aller Welt schaffen es ins Programm, das eine multidisziplinäre Ausbildung mit intensiver Betreuung samt Aussicht auf ein Auslandsjahr garantiert.

Bis 13. Februar 2011 können sich angehende Evolutionsforscher auf www.popgen-vienna.at bewerben.

Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Fast alle modernen, europäischen Hengste haben einen orientalischen Stammvater; Bildquelle: Spanische Hofreitschule

Orientalische Vorfahren:Genetischer Stammbaum europäischer Zuchthengste entschlüsselt

Männliche Tiere vererben ihr Y-Chromosom beinahe unverändert an ihre Söhne weiter. Das ermöglicht die Rekonstruktion der männlichen Abstammungslinie
Weiterlesen

Genetik der Stute beeinflusst Trächtigkeit und Geschlecht der Nachkommen

Genetik der Stute beeinflusst Trächtigkeit und Geschlecht der Nachkommen

Üblicherweise sind es in der Pferdezucht die Hengste, die eine Zuchtlinie begründen. In manchen Fällen sind es aber auch die Stutenlinien, die bei der Zucht die übergeordnete Rolle spielen
Weiterlesen

Dasselbe Transposon, das seit mehr als 60 Jahren in D. melanogaster vorhanden ist, fanden Forschende nun auch in D. simulans; Bildquelle: Markus Riedl/Vetmeduni Vienna

Invasion der genetischen Egoisten - Transposon erobert neuen Fliegenstamm

Transposons sind sogenannte „springende Gene“. Sie können von einer Position im Genom an eine andere „springen“. Warum es Transposons überhaupt gibt, wird kontrovers diskutiert
Weiterlesen

Im Labor leben die Fruchtfliegen in kleinen Glasgefäßen; Bildquelle: Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna

Umwelteinflüsse steuern Genexpression

Das Erscheinungsbild von Organismen wird durch das Zusammenspiel von Umweltfaktoren und Genetik geprägt. PopulationsgenetikerInnen an der Vetmeduni Vienna zeigen in einer aktuellen Studie, dass sich Fruchtfliegen bei einer bestimmten Temperatur in einer Art genetischer Komfortzone befinden
Weiterlesen

Christian Schlötterer ; Bildquelle: Michael Bernkopf / Vetmeduni Vienna

Highspeed-Evolution im Labor – GenetikerInnen evaluieren kostengünstige Genomanalyse

Christian Schlötterer und sein Team vom Institut für Populationsgenetik an der Vetmeduni Vienna erforschen die Genome gesamter Populationen. Die Forschenden wollen wissen, warum sich Individuen voneinander unterscheiden und was diese Unterschiede bewirken
Weiterlesen

Weißbüscheläffchen ; Bildquelle: Hans Novak/Haus des Meeres

Erforschung des Kleinwuchses und von Zwillingsgeburten: Genom der Weißbüschelaffen sequenziert

In einer aktuellen Studie im renommierten Journal Nature Genetics sequenzierte und analysierte ein internationales Forschungsteam, darunter die Bioinformatikerin Carolin Kosiol von der Vetmeduni Vienna, das gesamte Genom des Weißbüschelaffen
Weiterlesen

Wissenschaft

Universitäten

Neuerscheinungen