Halina Baran VUW-Professorin erhält den Wissenschaftspreis 2005

(16.03.2006) Univ.-Prof. Dr. Halina Baran vom Institut für Physiologie der VUW Wien und ihre Kooperationspartner aus dem LKM Amstetten-Mauer mit Prim. Dr. Berthold Kepplinger an der Spitze wurden kürzlich mit dem "1. Wissenschaftspreis 2005" der Medizinischen Gesellschaft Niederösterreichs ausgezeichnet.

Honoriert wurde ihre Arbeit "Tryptophanmetabolit Kynurensäure zeigt eine altersbezogene Zunahme der Konzentration im Liquor cerebrospinalis", welche auch in "NeuroSignals", einem der branchenspezifischen Top-Journale publiziert wurde. Darin stellen die Wissenschafter einen Konnex zwischen dem Anstieg einer bestimmten Säure im Gehirn - Kynurensäure - und der Herabsetzung der Merkfähigkeit des alternden Gehirns fest. Diese Entdeckung ist vor allem für die Demenzforschung ein wesentlicher Meilenstein.

Die Arbeit im Detail: Inhalte und Fakten

Metabolit Kynurensäure ist seit über 20 Jahren als neuroprotektive, antikonvulsive Substanz bekannt, welche die Transmission der glutamatergen und der cholingeren Aktivitäten beeinflussen kann. Aus der Demenzforschung ist bekannt, dass ein Defizit der cholinergen Aktivität vor allem im limbischen System und im Frontalhirn besteht und ein erhöhter Kynurensäuremetabolismus in den meisten Gehirnregionen vorliegt.

In der konkreten Untersuchung stellten sich die Experten die Frage, in wie weit bei "Nicht-Alzheimerpatienten" ein altersabhängiger Anstieg der Kynurensäure besteht. Dabei konnten die Wissenschafter im Liquor cerebrospinalis eine Signifikanz geprüfte alterskorrelierte Erhöhung der Kynurensäurekonzentration nachweisen.

Conclusio

Dieses Ergebnis lässt den Schluss zu, dass die im Alter zunehmende Herabsetzung der Merkfähigkeit unter anderem auch durch den Anstieg der Kynurensäure im Gehirn hervorgerufen sein kann, nachdem die Kynurensäure sowohl die glutamaterge wie die cholinerge Transmission zu blockieren vermag. Substanzen, welche die übermäßige Kynurensäureproduktion beim alternden Gehirn mit den klinischen Zeichen der Demenz zu drosseln vermögen, sind möglicherweise die nächsten "Anti-Dementiva"-Kandidaten.

Publiziert wurde die Arbeit unter dem englischen Titel "Age-Related Increase of Kynurenic Acid in Human Cerebrospinal Fluid - IgG and ß2-Microglobulin Changes". Zu den Autoren zählen. B. Kepplinger, H. Baran, A. Kainz, H. Ferraz-Leite, J. Newcombe und P. Kalina.

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