Klinik für Wiederkäuer der VUW: Mehr Patienten, aber weniger Tiertransporte  

(30.01.2008) Obwohl es im Großraum rund um die Bundeshauptstadt immer weniger Nutztierbetriebe gibt und der ökonomische Druck auf die Landwirtschaft ständig wächst, konnten die Patientenzahlen an der Klinik für Wiederkäuer im Jahr 2007 weiter gesteigert werden.


Lehre an der Klinik für Wiederkäuer an der VUW: Studenten profitieren von jedem Patienten, den sie im Rahmen ihrer Ausbildung zu Gesicht bekommen
Wurden 2005  „nur“ 638 Rinder, Schafe, Ziegen und Kameliden behandelt, so waren es im vergangenen Jahr beachtliche 858 Patienten. Damit wurde die Patientenzahl binnen 2 Jahren um fast 35% gesteigert. Interessant ist dabei die Tatsache, dass mittlerweile über 40% der Tiere von Ihren Besitzern an die Klinik verbracht werden, wodurch die Kosten für die hauseigene Tierrettung reduziert werden konnten.

Einen wesentlichen Beitrag zu dieser erfreulichen Entwicklung leistet dazu der prominente Tierschützer Michael Aufhauser: die Tiere von seinem Gut Aiderbichl werden immer im eigenen Aiderbichl-Truck an die Klinik gebracht.

Auf die Frage, warum denn die Klinik  - fast im Gegensatz zu vergleichbaren Nutztierkliniken an anderen Veterinär-Universitäten - an hohen Patientenzahlen interessiert ist, erklärt Klinikleiter Walter Baumgartner: „Nur wenn unsere Studenten viele Patienten zu Gesicht bekommen, erhalten sie die Chance auf eine profunde Ausbildung. Schließlich müssen sie nach Abschluss ihres Studiums in der Praxis bestehen und gerade in der Nutztierbranche werden immer sehr gute Leute gesucht.

Weitere Gründe für unser Bestreben viele Patienten an der Klinik zu betreuen, sind die positiven Peripherie-Aspekte für unsere Universität. Viele andere universitäre Institute, Kliniken und Einrichtungen wie Labors profitieren direkt oder indirekt von jedem zugewiesenen Fall, das erhobene Datenmaterial dient als wertvolle Basis für zahlreiche Forschungsprojekte.“

http://wdk.vu-wien.ac.at

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