Konjunkturpaket bringt 1,6 Mio. Euro für die Vetmeduni Vienna

(09.04.2010) 34 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung werden unter den 20 Universitäten in Österreich verteilt und sollen die Forschungsinfrastruktur stärken: Die Vetmeduni Vienna erhält im Bereich Technologieplattformen und Core Facilities eine Förderung in der Höhe von 1,6 Mio. Euro.

Das Geld soll für moderne Infrastruktur und die Anschaffung von Forschungsgeräten verwendet werden.

Alle Universitäten wurden im vergangenen Jahr aufgefordert, Projekte einzureichen, die von einer Expertenkommission geprüft wurden. Aus dem Antrag der Vetmeduni Vienna wurden 2 Projekte bewilligt. „Die beantragte Infrastruktur ist eine unverzichtbare Basis für exzellente Forschung in den vier strategisch gut gewählten Profillinien der Vetmeduni Vienna und bewirkt eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, unterstreicht Wissenschaftsministerin Beatrix Karl.

Konkret handelt es sich bei den beiden bewilligten Projekten um eine „Biomodels core facility“ sowie ein Forschungsprojekt zur Untersuchung der Transmissionswege von Infektionserkrankungen. Dazu erklärt der zuständige Vizerektor für Forschung Univ.Prof. Dr. Peter Swetly: „Biomodels core facility ist ein biomedizinisches Forschungszentrum an der Vetmeduni Vienna, das seit 2009 Partner eines einzigartigen europäischen Netzwerkes ist, dem EU-Programm „Infrafrontier“, das sich der funktionellen Mausgenomik widmet“, so Swetly.

Im EU-Programm „Infrafrontier“ sind führende Einrichtungen im Bereich der Phänotypisierung und Archivierung von Mausmodellen zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Forscher in den Bereichen Genetik und Biomedizin rasch mit den gesuchten Mausmodellen zu versorgen.

„Mausmodelle helfen der Wissenschaft, Ursachen und Mechanismen von Krankheiten zu verstehen; sie liefern unschätzbar wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Therapieansätze. Dass die Vetmeduni Vienna die einzige veterinärmedizinische universitäre Einrichtung in diesem Netzwerk ist, macht deutlich, wie erfolgreich hier Brücken zwischen Veterinär-, Humanmedizin und biomedizinischer Grundlagenforschung geschlagen werden. Die zugeteilten Mittel sind ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung dieses Kerngebiets“, erklärt Swetly.

Das zweite Projekt, das vom Ministerium mit Hilfe der Mittel aus dem Konjunkturpaket unterstützt wird, beschäftigt sich mit der Verbreitung von Infektionskrankheiten. „Die meisten Infektionserkrankungen sind in den letzten Jahrzehnten von Wildtieren übertragen worden. Darum wird das Projekt die Verbreitungsmechanismen und die dabei entstehende Interaktion zwischen Wirt und Erreger von Infektionserkrankungen nachvollziehen. Dafür werden neue Geräte und Ausstattung angeschafft“, so Swetly.

 


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