Ludwig Huber tritt Messerli-Professur für Naturwissenschaftliche Grundlagen des Tierschutzes und der Mensch-Tier-Beziehung an

(01.09.2011) Seit 1. September 2011 ist Ludwig Huber, ein Experte im Bereich der Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen von Tieren, Professor für Naturwissenschaftliche Grundlagen des Tierschutzes und der Mensch-Tier-Beziehung an der Vetmeduni Vienna.

Ludwig Huber ; Bildquelle: Foto Wilke
Ludwig Huber
Im Zentrum der Arbeit Hubers stehen Wahrnehmungsfähigkeit und Kognition von Tieren, die evolutionäre Entwicklung dieser Leistungen und damit verbunden auch die stammesgeschichtliche Entwicklung von Denkvermögen, sozialer Intelligenz und Moral.

In seiner neuen Funktion wird Ludwig Huber seine Forschungsarbeit zu Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen verschiedener Tierarten weiterführen und dabei auch vermehrt Nutztierarten in seine Forschung einbeziehen. Hubers Ziel ist die stärkere Etablierung der kognitiven Biologie sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin.

Eine Besonderheit seiner neuen Funktion wird die Einrichtung des so genannten „Clever Dog Lab“ an der Vetmeduni Vienna sein, in dem Intelligenz von Hunden und ihre Beziehung zum Menschen genauer untersucht werden sollen. Hubers Professur ist als Double Appointment zwischen der Vetmeduni Vienna und der Medizinischen Universität Wien eingerichtet.

Ludwig Huber studierte an der Universität Wien Biologie und Philosophie und arbeitete schon früh als Assistent von Rupert Riedl zum Thema der Grundlagen menschlicher Erkenntnis. Auf seine Promotion im Jahr 1991 folgte  im Jahr 2000 Hubers Habilitation an der Universität Wien für das Fach Zoologie mit Schwerpunkt Kognitionsbiologie.

Er leitete die Abteilung für Theoretische Biologie am Institut für Zoologie der Universität Wien interimistisch zwischen 1995 und 2003. Seit 1993 ist er Mitglied des Konrad Lorenz Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg bei Wien, seit 2005 ist er zudem Gastprofessor an der Prager Karls-Universität.

An der Universität Wien etablierte er 2005 das Fach Kognitionsbiologie zunächst als Forschungsschwerpunkt der Fakultät für Lebenswissenschaften und dann als eigenes Department für Kognitionsbiologie, das er im Jänner 2010 mitbegründet und seither geleitet hat.

Das Messerli-Institut für Mensch-Tier-Beziehung an der Vetmeduni Vienna

Das Messerli-Institut wurde im Jänner 2010 aus der Taufe gehoben. Es entstand aus einer Kooperation der Vetmeduni Vienna mit der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien.

Die Vetmeduni Vienna leitete das Projekt Messerli-Institut von Anfang an federführend, das neue Institut ist auf ihrem Campus in Wien Floridsdorf angesiedelt. In seiner endgültigen Form werden dem Messerli-Institut 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehören, davon vier Professorinnen und Professoren.



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

von Links: VR Christian Mathes (Vetmeduni Vienna), VR Michaela Fritz (MedUni Wien), Stiftungsrat Heinz Schweizer (Messerli-Stiftung), Stiftungsrat Hans Hengartner (Meserli-Stiftung), Rektor Heinz W. Engl (Universität Wien), Rektorin Petra Winter (Vet; Bildquelle: T. Suchanek/Vetmeduni Vienna

Neue Professur für das interuniversitäre Messerli-Forschungsinstitut

Für das wissenschaftlich erfolgreiche, interuniversitäre „Messerli Forschungsinstitut für Mensch-Tier-Beziehung“ ist auch die nächste Zukunft finanziell abgesichert
Weiterlesen

Schweine können sich anhand von bestimmten Merkmalen, wie Nase oder Mund, unser Gesicht einprägen.; Bildquelle: Messerli Forschungsinstitut/Vetmeduni Vienna

Schweine bilden ein visuelles Konzept menschlicher Gesichter

Entgegen bisheriger Tests scheinen Schweine doch über eine bessere visuelle Wahrnehmung zu verfügen als angenommen
Weiterlesen

Meerschweinchen ; Bildquelle: Lisa Glenk/Vetmeduni Vienna

Kampf oder Flucht? Sexualzyklus bestimmt Verhalten weiblicher Meerschweinchen

Aufgrund einer fixen Rangordnung müssen sich Meerschweinchen auf ihr soziales Gespür verlassen, wann sie sich behaupten oder flüchten
Weiterlesen

Signalhunde sind speziell dafür ausgebildet Menschen mit chronischen Erkrankungen zu unterstützen und bedeuten für Familien auch eine wichtige psychische Entlastung. Im Bild von links: Rektorin Petra Winter, Bundesministerin Beate Hartinger; Bildquelle: Ernst Hammerschmid/Vetmeduni Vienna

Neue Österreichische Assistenz- und Service- und Signalhunde zertifiziert

12 neue „Mensch-Tier“-Teams wurden nun am 23. Juli 2017 durch Bundesministerin Beate Hartinger-Klein und Rektorin Petra Winter mit ihrem Zertifikat ausgezeichnet
Weiterlesen

Ein spezielles 'Hunde-Immunglobulin E' (IgE) soll die Vierbeiner zukünftig effektiv bei der Diagnose Krebs unterstützen; Bildquelle: Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna

Immunglobulin E als vielversprechende neue Form der Immuntherapie gegen Krebs-Tumoren

Richten sich Immunglobuline E (IgE) gegen eigentlich harmlose Antigene wie Pollen, kann eine allergische Reaktion erfolgen
Weiterlesen

Pfeilgiftfrösche - vor allem die Männchen - entscheiden flexibel, wenn es um das Abladen der Kaulquappen in der richtigen Wasserstelle geht; Bildquelle: Eva Ringler

Hohe Flexibilität im Brutpflegeverhalten bei Pfeilgiftfröschen

Gefahren und lange Distanzen möglichst vermeiden, eigene Wurzeln nicht zwingend bevorzugen und Menge als Vorteil ansehen
Weiterlesen

Cornelia Hab; Bildquelle: privat

Der Schlüssel zur Nuss

Goffin-Kakadus benutzen in der freien Natur keine Werkzeuge, in Experimenten setzen diese sehr wohl welche ein
Weiterlesen

In Sachen Teamwork sind Wölfe ihren domestizierten Nachfahren überlegen.; Bildquelle: Wolf Science Center/Vetmeduni Vienna

Domestikation macht Hunde nicht zu besseren Teamplayern

Durch die Domestikation sollten Hunde mit Menschen und Artgenossen toleranter und kooperativer umgehen als Wölfe. So lauten zumindest einige Hypothesen.
Weiterlesen


Wissenschaft


Universitäten


Neuerscheinungen