Monika Egerbacher ist neue Leiterin des Instituts für Anatomie, Histologie und Embryologie

(29.11.2011) Seit 1. Oktober 2011 leitet Monika Egerbacher, eine anerkannte Expertin in Histologie und Embryologie, als neu berufene Professorin das Institut für Anatomie, Histologie und Embryologie der Vetmeduni Vienna.

Univ.Prof. Dr. Monika Egerbacher; Bildquelle: VUW/Wassermann
Univ.Prof. Dr. Monika Egerbacher
Mit der Berufung der studierten Veterinärmedizinerin und habilitierten Histologin Monika Egerbacher stärkt die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna) die Synthese von molekularbiologischen Methoden mit den klassischen medizinischen Disziplinen Anatomie und Histologie.

Die Annäherung dieser Bereiche unter dem Begriff der „Molekularen Morphologie“ gewinnt jüngst an Bedeutung, da nur eine gemeinsame Betrachtung ermöglicht, festzustellen, an welchen Orten im Organismus - oder sogar in einzelnen Zellen - sich bestimmte biologische Vorgänge abspielen.

Egerbacher wird sich in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, die anatomisch-morphologische Grundlagenforschung sichtbarer zu machen und ihr Institut stärker mit den Kliniken im Haus zu vernetzen.

Egerbacher engagiert sich auch auf internationaler Ebene stark für ihr Forschungsgebiet. So ist sie beispielsweise eng in Konzeption und Umsetzung eines Masterstudiengangs in vergleichender Morphologie (European Master in Comparative Morphology, EUCOMOR) eingebunden.

Liebe auf den zweiten Blick

Ursprünglich wollte Egerbacher eigentlich Tierärztin werden. Nach ihrem Studium an der Veterinärmedizinischen Universität Wien spezialisierte sie sich zunächst auf Akupunktur bei Tieren.

In ihrer Dissertation untersuchte sie das Gewebe von Akupunkturpunkten bei Rindern und Hunden histologisch. „Ich hatte damals kaum Betreuung, denn es gab niemanden, der sich in diesem Gebiet auskannte, so musste ich mir alles selbst erarbeiten“, erinnert sich Egerbacher.

Sie trat eine Stelle als Histologin an und begann zudem, Studierende zu unterrichten. „Auch in der  Lehre zu arbeiten hat mir sehr gut gefallen, da bin ich halt hängengeblieben“, schildert Egerbacher den Beginn ihrer Universitätskarriere.

International vernetzt

Es folgten Studien histologischer Methoden in Hannover (D) sowie sechs Monate am College of Veterinary Medicine in Ames (Iowa, USA), wo Egerbacher neben Vorstudien für ihre Habilitation auch Histologie unterrichtete. Sie kehrte nach Wien zurück, wo sie im Jahr 2000 ihre Habilitation abschloss.

Es folgten weitere zwei Jahre in den USA, in denen Egerbacher am College of Veterinary Medicine in East Lansing (Michigan, USA) an der Morphologie und Funktion von Sehnen forschte.

2007 kehrte sie erneut nach Wien zurück und leitete das damalige Institut für Histologie zwei Jahre lang interimistisch. Egerbacher hat nach wie vor Kontakte in die USA und zu weiteren nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, die sich auch in einer Reihe von Forschungskooperationen ausdrücken.

Links

www.vetmeduni.ac.at/anatomie-histologie
www.eucomor.net



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