SEE-ERA: WissenschafterInnen vernetzen!

(19.04.2007) Überregionale Kooperation für Forschungsförderung in Südosteuropa

Eine erste gemeinsame Ausschreibung von 14 Staaten zur Einreichung von Forschungsprojekten wurde mit 31. März 2007 erfolgreich abgeschlossen. Die Erwartungen waren mit 298 gültigen Einreichungen durch insgesamt 1318 Forschungsteams klar übertroffen und zeigen deutlich den Bedarf aber auch das Potential für internationale Forschungszusammenarbeit in der Region Südosteuropa.

Besonders der Westbalkan war durch Kriege und wirtschaftliche Krisen in den 90ern stark getroffen worden. Auch die Forschungsszene in den betroffenen Ländern hatte Probleme mit mangelnden Finanzen, wissenschaftlicher Isolierung und Abwanderung von wissenschaftlichem Personal.

Die Europäische Union fördert mit dem Südosteuropäischen Era-Net Projekt (SEE-ERA.NET) die Vernetzung von Ländern bei der grenzenüberschreitenden Forschungsförderung. Das Budget für gemeinsame Ausschreibungen zur Projektförderung kommt jedoch von den Ländern selber, die mit der finanziellen Beteiligung auch Eigenverantwortung für den Prozess übernehmen.

Als Zielregion des Projekts haben die Länder des Westbalkans bei allen Entscheidungsprozessen die gleichen Rechte wie die EU Partnerländer.

Mit der ersten SEE-ERA.NET - Ausschreibung werden Summer Schools, Forschungs- und Netzwerkprojekte gefördert. Für einen erfolgreichen Antrag müssen mindestens drei Forschungsteams aus drei verschiedenen Ländern beteiligt sein, wobei mindestens eines davon aus dem Westbalkan stammen muss.

SEE-ERA.NET wird vom Zentrum für soziale Innovation in Österreich koordiniert, wobei die Projektpartner Forschungsministerien und Agenturen in den Projektländer sind (das BMWF aus Österreich, dann Albanien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Kroatien, die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien sowie Slowenien und Ungarn).

Zentrum für Soziale Innovation
www.see-era.net/pjc

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