Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Computertomographie anläßlich der Inbetriebnahme eines neuen Spiral-CT an der Veterinärmedizinischen Universität Wien

(01.03.2002) W. Henninger; Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 70 - 77

Die Tomographie als lineares Schichtbildverfahren ist seit etwa 1930 bekannt. Vor und nach dem 2. Weltkrieg wurden Versuche mit Querschnittsaufnahmen durchgeführt, die jedoch keine befriedigende Bildqualität lieferten.

Um 1960 entwickelte A.M. Cormack ein Verfahren zur Dichtemessung von Körpergeweben für die Strahlentherapie. G.N. Hounsfield, der sich mit der Digitalisierung von Intensitäten der Röntgenstrahlung bei Gewebedurchstrahlung beschäftigte, baute 1972 den 1. Computertomographen, vorerst nur zur Untersuchung des Kopfes.

Weitere Verbesserungen der Technik führten zu mehreren Generationen von Geräten, die in der Entwicklung des Spiral-CT und des Mehrschicht-Detektors mündeten.

In der Veterinärmedizin erschienen 1980 in den USA und in Deutschland nahezu zeitgleich erste Publikationen über die Anwendung der Computertomographie (CT) beim Kleintier.

Zahlreiche Fallbeschreibungen und Dokumentationen im klinischen Einsatz folgten in vielen Ländern, in Europa vor allem aus Italien, Frankreich und Holland.

Die Technik zur Untersuchung des Pferdes wurde 1986 in den USA beschrieben. In Europa wurde der erste CT mit der Möglichkeit Großtiere zu untersuchen in Utrecht in Betrieb genommen. An der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde der erste CT 1993 für den klinischen Einsatz angeschafft.

Der Bau eines Großtiertisches 1997 erweiterte die diagnostischen Möglichkeiten mit der Untersuchung von Pferden und Rindern. Im Februar 2001 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Spiral-CT.

Die CT hat die Untersuchungsmöglichkeiten in der bildgebende Diagnostik erweitert und dadurch Diagnostik und Therapie auf vielen Spezialgebieten der klinischen Veterinärmedizin wie Neurochirurgie, Neurologie, Onkologie oder Orthopädie verbessert.



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