"Das Tierheim des 21. Jahrhunderts"

An der Veterinärmedizinischen Universität Wien werden zwei Mustereinheiten eines vom Projektteam Architekt Univ. Prof. Dr. Peter Czernin, Univ. Prof. Dr. Josef Troxler und Univ. Prof. Dr. Hermann Bubna-Littitz entwickelten modularen Fertigteil-Konzeptes errichtet. Anschließend wird u.a. das Territorialverhalten der Hunde und Katzen untersucht und wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse sollen die Haltung speziell in Tierheimen verbessern.

An der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) werden zwei Mustereinheiten des vom Projektteam Architekt Univ. Prof. Dr. Peter Czernin, Univ. Prof. Dr. Josef Troxler und Univ. Prof. Dr. Hermann Bubna-Littitz entwickelten modularen Fertigteil-Konzeptes errichtet. Anschließend wird u.a. das Territorialverhalten der Hunde und Katzen untersucht und wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse sollen die Haltung speziell in Tierheimen verbessern. Diese Anlage soll Hunde- und Katzenhaltung in Gruppen ermöglichen und somit der quälenden Einzeltierhaltung ein Ende bereiten.
 
Keine Frage: Tierheime können sinngemäß keine idealen Haltungsbedingungen für Hunde und Katzen bieten, sie sind nur ein Mittel zum Zweck und sollen jene Zeit überbrücken, in der herrenlose Tiere sicher aufbewahrt werden können.

Dennoch: "Die Tierheime der Zukunft werden anders aussehen, wesentlich funktioneller und natürlich wesentlich tierfreundlicher sein als jene Zwingerhaltungen, die wir bisher kennen", so der Tierpsychologe Hermann Bubna-Littitz (VUW). Der Verhaltensforscher Bubna-Littitz hat gemeinsam mit dem Tierhaltungsexperten Josef Troxler und dem Architekten Peter Czernin maßgeblich an der Entwicklung des in Modulbauweise vorgesehenen und nun in der Praxis zu prüfenden Prototypen der neuen Tierheimgeneration beigetragen.

Die Wissenschaftliche Prüfung

In einer Gemeinschaftsarbeit der Fachbereiche Tierhaltung und Tierschutz sowie jenes für Physiologie sollen nun in den Prototypen des Hunde- und Katzenmoduls die Benützung der einzelnen Einrichtungen (z.B.: Liegeplätze, Auslauf) in Abhängigkeit von der Rangordnung der Tiere untersucht werden. Ferner soll der Einfluss der Witterung auf das Raumklima (z.B.: Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit) in der Anlage überprüft werden. Schließlich wird auch die Widerstandsfähigkeit der für die Einrichtung verwendeten Materialien geprüft. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen Grundlage für die Weiterentwicklung dieser Prototypen im Sinne des Tierschutzes sein.

 Einige bauliche Details des neuen Konzeptes:

·        Das Baukastensystem ermöglicht eine individuelle Anpassung der Größe der Gesamtanlage an den jeweiligen Bedarf des Tierheimes.

·         Es gibt unterschiedliche gestaltete Hunde- und Katzeneinheiten.

·         Jede Einheit besteht aus Freigehege und beheizter Innenzone.

·         Die Module sind tiergerecht strukturiert und auf die Zahl der untergebrachten Tiere abgestimmt.

·         Für jedes Tier steht ein eigener Ruhe- und Futterbereich zur Verfügung.

·         Hundemodul: Alle Liegeflächen sind höhenverstellbar um der Hundegröße Rechnung zu tragen. Um die Stubenreinheit zu erhalten, ist ein eigener Kotplatz vorgesehen. Zwischen den Futterplätzen sind Blenden zur Vermeidung von Rangordnungsproblemen angebracht.

·        Das Katzenmodul verfügt über eine dreidimensionale, baumartige Strukturierung mit Liegeflächen in verschiedenen Höhen.

Der Spatenstich erfolgt am 7.5.2004

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