VUW-Rektor fordert nationalen Bildungsgipfel

(05.12.2008) Die Auflösung des Wissenschaftsministeriums wäre ein erster Beitrag zur besseren Finanzierung und Autonomie der Universitäten.


Wolf-Dietrich v. Fircks
Der Rektor der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) Wolf-Dietrich v. Fircks sieht durch das jüngst veröffentlichte Regierungsprogramm massive Beeinträchtigungen für die Arbeitsweise der österreichischen Universitäten gegeben.

Insbesondere die mangelhafte Budgetierung der Universitäten sowie die fehlenden Programme zur Sicherung zielgerichteter und zukunftsorientierter universitärer Ausbildungsprogramme bedürfen massiver Umstrukturierungen.

Eine Lösung für die derzeitige problematische Situation ortet v. Fircks in einem gemeinsamen Dialog mit der Regierung. Er fordert die Einberufung eines nationalen Bildungsgipfels, mit dem Bundespräsidenten an der Spitze, der eine zukunftsfähige Richtung in die Politik bringt.

Seine Forderung nach einem nationalen Bildungsgipfel erläutert VUW-Rektor v. Fircks am Beispiel der Veterinärmedizinischen Universität Wien: „Gerade der Bereich der veterinärmedizinischen Wissenschaften hat einen sehr hohen Arbeitsmarkt und eine immense Nachfrage in allen Belangen der Public Health, der Forschung, der modernen Biomedizin, der Pharmaindustrie oder dem öffentlichen Veterinärwesen, national wie international“, so der Rektor der VUW.

„Es ist für unsere derzeitigen und nachkommende Studierende eine große Chance, wenn wir die Politik davon überzeugen können, in diesen zukunftsträchtigen Bereich zu investieren und hier mehr für qualifizierte Ausbildung und Forschung zu tun.

Die Auflösung des Wissenschaftsministeriums wäre ein erster Beitrag zur besseren Finanzierung und Autonomie der Universitäten“, begründet Rektor v. Fircks seine Forderung weiter.

„Jetzt an den falschen Ecken und Enden Einsparungen vorzunehmen schadet langfristig der österreichischen Bildungslandschaft wie auch dem Renommee der österreichischen Universitäten in der internationalen Scientific Community. Jetzt erst recht brauchen wir forschungsstarke Universitäten, die Impuls für gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen liefern.

Um auf das Beispiel der VUW zurückzukommen: Nur eine gut finanzierte und in autonomer Verantwortlichkeit arbeitende Veterinärmedizinische Universität ist ein Garant für beste Tiergesundheit, Seuchenprävention, beste Lebensmittel und funktionierenden Tier- und Umweltschutz“, so Rektor v. Fircks abschließend.

Den Volltext der Rede, die anlässlich der Verleihung der Goldenen Doktordiplome am 4.12.2008 an der VUW vorgetragen wurde, finden Sie hier!

 


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