(11.12.2008)

fFORTE excellentia: Mehr Fördermittel für viel mehr Professorinnen

Das Professorinnen-Förderprogramm excellentia wird vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen von fFORTE academic 2008 zum vierten Mal durchgeführt. Neun Hochschulen beteiligten sich heuer an der Ausschreibung. Insgesamt konnten Euro 575.960,- ausbezahlt werden.

Um das Programm noch effizienter zu gestalten, wurde ein neues Fördermodell entwickelt. Bundesminister Johannes Hahn wünscht sich eine Beschleunigung der bisherigen positiven Entwicklung.

Hahn zeigt sich angesichts der kontinuierlich steigenden Zahl der Professorinnen zufrieden, für die österreichische Wissenschaftspolitik sei bei der Frauenförderung aber noch einiges zu tun: „Wir streben einen weiteren deutlichen Anstieg des Professorinnenanteil an.

Hier wird die neue Bundesregierung gefordert sein. Kluge Frauen- und Wissenschaftspolitik geschieht nicht auf der Basis rasch hingeworfener Phrasen und Parolen, sondern gelingt nur mit langfristig wirksamen Maßnahmen und sorgfältig ausgearbeiteten Förderprogrammen.“

Evaluierung und Ausblick

excellentia wird während der gesamten Laufzeit (2005-2010) begleitend evaluiert. Ziel ist die Überprüfung der Zielerreichung und Wirksamkeit des Programms an den Universitäten.

Diese hat nun ergeben, dass die Fördergelder, die die Universitäten autonom verwalten, tatsächlich den dort beschäftigten Frauen zu Gute kommen. Wie erfolgreich die Zahl der Professorinnen bisher jeweils gesteigert werden konnte, hängt von der Größe und fachlichen Ausrichtung ab.

Es zeichnet sich klar ab, dass excellentia bestehende Aktivitäten stärkt, aber bisher keine Verhaltensänderungen hervorgerufen hat: Vor allem Hochschulen mit ohnehin schon großem Bewusstsein für das Thema Frauenförderung profitieren ungleich mehr von excellentia, andere Hochschulmanagement-Teams müssten besser erreicht werden.

Um die Programmzielsetzung eines Professorinnenanteils von 26 Prozent im Jahr 2010 zu erreichen, müssten 2008 und 2009 an allen Universitäten bei mehr als der Hälfte aller Neuberufungen Frauen berücksichtigt werden.

Das neue Fördermodell

Als Konsequenz dieser Ergebnisse wird excellentia weiterentwickelt und ein neues Prämien-Berechnungssystem eingeführt. Neben dem bereits etablierten Bonussystem für die Anstellung von Professorinnen kann sich jede Hochschule – abhängig vom Erfolg der anderen teilnehmenden Universitäten – zusätzlich individuelle Zielerreichungsprämien von bis zu Euro 70.000,- pro Professur sichern.

Die Änderung kommt bei der nächsten Ausschreibung zum Tragen, die 2010 für den Zeitraum 31.12.2007 bis 31.12.2009 stattfindet.

Jede Hochschule vereinbart, abhängig von ihrem bisherigen Professorinnenanteil, sinnvolle Steigerungsraten. Die Bewertung des Fortschrittes der Universitäten wird in Zielerreichungsgraden vorgenommen: Je nachdem, zu wie viel Prozent die angestrebten Steigerungen erreicht werden, variiert die Höhe der Zielerreichungsprämie, die zusätzlich zu den bisherigen Mitteln für jede geförderte weiblich besetzte Professur ausbezahlt wird.

Die Gesamtfördersumme beträgt Euro 6,6 Millionen. Die Höhe der auszuzahlenden Beträge hängt von der Gesamtzahl der geförderten Professuren ab. Alle Universitäten, die sowohl die absolute Anzahl sowie den Prozentsatz steigern, erhalten außerdem – wie bisher – eine Grundprämie in der Höhe von Euro 30.000,- pro Professur, die zur Steigerung beiträgt.

Für eine bestmögliche Ausgangssituation aller österreichischen Hochschulen im Wettbewerb um die zusätzlichen Mittel, muss Frauenförderung bereits 2008 und 2009 umgesetzt werden. In der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode 2010 bis 2012 werden die mit excellentia vorgegebenen universitätsspezifischen Zielwerte zwischen Ministerium und Universitäten weitergeführt.


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