Gehrer: Neue Initiativen zur Förderung von Frauen in Wissenschaft und Forschung

(27.01.2005) "professorinnen x2" - Neues Programm der Bildungsministerin zur Steigerung der Anzahl von Professorinnen an Universitäten

In den letzten Jahren wurden eine Reihe spezieller Frauenförderungsmaßnahmen gestartet und die Rahmenbedingungen für frauenspezifische Anliegen an den Universitäten verbessert. Zahlreiche Aktivitäten in allen Bildungseinrichtungen (Schule, Universität, Berufseinstieg, Weiterqualifikation), in der Forschung sowie in Unternehmen haben zu einer kontinuierlichen Steigerung der Frauenanteile geführt.

Das Universitätsgesetz 2002 sieht die Gleichbehandlung von Männern und Frauen nicht nur als leitenden Grundsatz vor, sondern Frauenförderung ist nun auch Aufgabe der Universität. "Die in Österreich bestehenden hohen rechtlichen Standards zur Frauenförderung und Gleichbehandlung in der Wissenschaft sind europaweit vorbildlich", sagte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Klarer Anstrengungen bedarf es allerdings bei Leitungspositionen und akademischen Funktionen. Aus diesem Grund wird "professorinnen x2" – ein Programm zur Steigerung der Anzahl von Professorinnen an Universitäten neu gestartet, für das eine Million Euro für 2005 aus den Sondermitteln des Rates für Forschung und Technologieentwicklung zur Verfügung stehen.

"Durch ein besonderes Anreizsystem mit Berufungsprämien in der Höhe von ca. 50.000 Euro soll der Frauenanteil in Forschung und Wissenschaft weiter erhöht werden", so die Bildungsministerin. 2005 wird für das Programm ein Lenkungsausschuss konstituiert, begleitende Informations- und Sensibilisierungsarbeit geleistet sowie die Ausschreibung, Begutachtung und Vergabe durchgeführt.

"Chancengleichheit von Frauen und Männern ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und ein Ziel, das es in Kooperation zwischen Ministerium und Universitäten zu erreichen gilt", so Gehrer. In den vergangenen Jahren wurde von Seiten des Ressorts der Weg für die Universitäten bereitet, die Förderung von Frauen in Wissenschaft und Forschung voranzutreiben.

So bestehen mittlerweile an fast allen Universitätsstandorten Koordinationsstellen für Frauen- und Geschlechterforschung sowie Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen. Zahlreiche Universitäten haben zudem Anlaufstellen für Kinderbetreuungsfragen eingerichtet, um die Vereinbarkeit von Beruf und privater Kinderbetreuung der Bediensteten und Studierenden zu unterstützen.

Im Rahmen von EU-Projekten (ESF) wurden bereits breite bedarfsorientierte Qualifizierungsmaßnahmen und eine individuelle Qualitätssicherung in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses umgesetzt.

Für das Programm stehen insgesamt 8,9 Millionen Euro zur Verfügung, die von Österreich und der EU etwa in gleichen Teilen finanziert werden. In den Jahren 2000 bis 2004 konnten insgesamt 21 Projekte beauftragt werden, alleine im vergangenen Jahr wurden sechs Projekte im Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Euro an den Universitäten Graz, Salzburg, Wien und Klagenfurt wie an der Universität für angewandte Kunst in Wien abgeschlossen.

Weiters wurden im letzten Jahr sieben neue Projekte wie Kinderbüros an den Universitäten Klagenfurt und Graz, das Mentoringprogramm für Dissertantinnen und Habilitandinnen an der Universität Wien oder ein Mentoring Programm an der Medizinischen Universität Wien in der Höhe von 4,8 Millionen Euro gestartet. Für 2005 sind neue Projekte vorgesehen wie etwa: WIT 2 (Ausschreibung eines weiteren Wissenschafterinnenkollegs) oder DOC-fFORTE III (Erweiterung des Dissertationsprogramms für die Bereiche Technik, Bio- und Naturwissenschaften sowie Medizin.

Für das Programm fFORTE zur Förderung von Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Ausbildungs- und Arbeitsfeldern standen 2004 insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

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