Ehrendoktorat der Vetsuisse-Fakultät für Hans Burger

(30.04.2012) Die Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich würdigt damit seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Mutterkuhhaltung in der Schweiz.

Es ist dies eine grasland- und weidebasierte Form der Rindfleischerzeugung, die besonders tier- und umweltfreundlich ist und sich speziell für das Berggebiet und den Jura eignet.

Hans Burger wurde am 16. Mai 1944 im bernischen Rüfenacht geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit machte er eine landwirtschaftliche Lehre an den Landwirtschaftsschulen in Cernier und in Zollikofen.


Hintere Reihe vlnr: Dr. Bruce Gordon, Dr. Shigekazu Nagata, Dr. Hans Burger, Thomas W. Malone, PhD, Dr. Ivo Schwander; vordere Reihe: Dr. Leung Ping-kwan, Dr. Andreas Fischer, Dr. Farhat Moazam, FACS, PhD, Dr. Markus Notter

Anschliessend absolvierte er einen zweijährigen Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung an die ETH Zürich, wo er von 1964 bis 1968 Agronomie studierte.

Nach einem Jahr als Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule in Ins kehrte er für zwei Jahre an die ETH zurück, als Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus.

1971 übernahm er zusammen mit seiner Frau den Bauernhof Helmetingen im freiburgischen Pierrafortscha, wo er als einer der Ersten in der Schweiz mit der Mutterkuhhaltung begann.

Die Mutterkuhhaltung ist eine grasland- und weidebasierte Form der Rindfleischerzeugung, die besonders tier- und umweltfreundlich ist. Sie ist darum insbesondere für das Bergebiet und den Jura geeignet. Hans Burger war damit seiner Zeit voraus.

Heute wünschen die Konsumenten zunehmend Fleisch aus tier- und umweltgerechter Haltung. Um den Betriebszweig richtig zu verankern, gründete er zusammen mit Gleichgesinnten die Schweizerische Vereinigung der Mutter- und Ammenkuhhalter, und er war mitbeteiligt an der Einführung des Fleischrinderherdebuchs.

Von 1975 bis 1979 war der Landwirt Hans Burger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre der ETH. Er promovierte 1980 mit der Dissertation «Produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Aspekte der Mutter- und Ammenkuhhaltung in der Schweiz» zum Dr. sc. techn.

Auf den 1. Juli 1992 wurde Hans Burger vom Bundesrat zum Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft gewählt. Bis zu seinem Rücktritt Ende Juni 2000 hat er die Agrarpolitik an vorderster Front massgeblich mitgestaltet.

Heute lebt Hans Burger zusammen mit seiner Gattin weiterhin auf dem Landwirtschaftsbetrieb Helmetingen, der nun von seinem Sohn geführt wird.



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