Helfen Sie mit bei der Erforschung von Erbkrankheiten!

(05.08.2012) Am Institut für Genetik der Vetsuisse-Fakultät an der Universität Bern forschen Prof. Dr. Tosso Leeb und sein Team von etwa 10 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den genetischen Ursachen von Erbkrankheiten.

Die Methoden in der molekulargenetischen Forschung haben in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht und ermöglichen heute zumindest für monogen vererbte Merkmale die rasche Entwicklung von Gentests, mit denen Erbkrankheiten wirksam züchterisch bekämpft werden können.

Die Vetsuisse-Fakultät Bern hat auf diesem Feld eine international führende Rolle und konnte in den letzten Jahren mehr als zehn Erbkrankheiten bei verschiedenen Haustierarten aufklären. Dazu werden modernste Methoden wie genomweite Assoziationsstudien (GWAS) oder sogar die vollständige Sequenzierung kompletter Genome von betroffenen Tieren eingesetzt.

Trotz aller technischen Fortschritte im Labor besteht jedoch in der Veterinärgenetik das Problem der mangelnden Verfügbarkeit von Proben von Tieren mit exakt diagnostizierten Phänotypen.

Prof. Leeb bittet daher alle Tierärztinnen und Tierärzte um die Unterstützung dieser Forschungsarbeiten durch die Einsendung von Proben. Auf der Homepage des Instituts für Genetik ist eine ständig aktualisierte Liste der Forschungsprojekte, für die Proben gesucht werden.

Falls Sie den Verdacht haben, dass Patienten von Ihnen an einer bisher unbekannten Erbkrankheit leiden (weil z.B. mehrere Wurfgeschwister in einem Wurf an ähnlichen Symptomen leiden), dann bittet Prof. Leeb ebenfalls um Kontaktaufnahme und die Einsendung von Proben an das Institut für Genetik.

Wie funktionierts?

Die Archivierung der Proben ist kostenlos. Sie müssen die Proben nur mit der normalen Post an das Institut für Genetik schicken, eine Kühlung der Proben ist nicht notwendig. Folgende Dinge werden benötigt:

  1. EDTA-Blutprobe
  2. Ausgefülltes und vom Besitzer unterschriebenes Einsendeformular
  3. Verdachtsdiagnose und Kopien der relevanten Untersuchungsbefunde
  4. möglichst eine Kopie des Stammbaums

Das Einsendeformular sowie Informationen zu den aktuell durchgeführten Forschungsprojekten können Sie im Internet herunterladen:

www.genetics.unibe.ch



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