Vetsuisse-Studiengang in Veterinärmedizin akkreditiert

(27.04.2011) Die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) akkreditierte an ihrer Sitzung vom 14. April 2011 und der Schweizerische Akkreditierungsrat (SAR) mit Entscheid vom 19. April 2011 den Studiengang Veterinärmedizin der Vetsuisse-Fakultät der Universitäten Bern und Zürich ohne Auflagen für sieben Jahre.

Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) Die Vetsuisse-Fakultät entstand aus der Fusion der beiden Veterinärmedizinischen Fakultäten Bern und Zürich am 1. September 2006.

Die Zusammenführung dient der Qualitätssicherung in Forschung, Lehre und Dienstleistung sowie dem Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in der Veterinärmedizin.

Die beiden Standorte arbeiten komplementär. In Bern schliessen jährlich rund 50 und in Zürich ca. 60 Studierende in Veterinärmedizin ab.

Die Vetsuisse-Fakultät (VSF) der Universitäten Bern und Zürich hat im März 2010 das Akkreditierungsgesuch für den Studiengang in Veterinärmedizin eingereicht.

Das Verfahren wurde als «Joint Accreditation» mit der European Association of the Establishments of Veterinary Education (EAEVE, www.eaeve.org) durchgeführt.

Die internationale Expertengruppe betont als Stärken des Studiengangs die Lehre auf sehr hohem Niveau. Die forschungsbasierte Lernumgebung und die mit Studierenden und Alumni geführten Interviews haben die Expert/innen überzeugt, dass der Studiengang seine Abgängerinnen und Abgänger für lebenslanges Lernen und die verschiedenen veterinärmedizinischen Berufsfelder gut vorbereitet.

Auch die akademische und praktische Nachdiplomausbildung wird an beiden Standorten auf breiter Basis durchgeführt. Die VSF pflegt sowohl in klinischen als auch in nichtklinischen Feldern eine forschungsorientierte Personalrekrutierung und ist ins internationale Forschungskommunikationsnetzwerk ausgezeichnet integriert.

Nach Artikel 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe (MedBG, SR 811.11) sind alle Studiengänge, die zu einem eidgenössischen Diplom führen, nach Universitätsförderungsgesetz (UFG, SR 414.20) und MedBG zu akkreditieren.

Für die Studiengänge in Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie Chiropraktik und Pharmazie wurden Qualitätsstandards und gemeinsame Formulare und Leitfäden erarbeitet, so dass die betroffenen Universitäten nicht zwei Akkreditierungsverfahren durchlaufen müssen.

Das Organ für Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen (OAQ) empfahl sowohl der SUK (gestützt aufs UFG) als auch dem Schweizerischen Akkreditierungsrat (SAR gestützt aufs MedBG) den Studiengang ohne Auflagen zu akkreditieren.

www.cus.ch



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Symposium Pferde 2019: Die Schweizer Rückenstudie

Symposium Pferde 2019: Die Schweizer Rückenstudie

Das Symposium Pferde 2019 findet am Freitag 8. November (Fachtagung) und Samstag 9. November (Publikumsveranstaltung) an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich statt
Weiterlesen

Vetsuisse-Fakultät

Futter mit Rohfleisch ist ein Gesundheitsrisiko

In jedem zweiten Hundefutter aus rohem Fleisch finden sich multiresistente Bakterien. Das zeigt eine Untersuchung der Universität Zürich an Rohfutter-Proben, sogenannten "Barf"-Menus
Weiterlesen

Je nach Futter waren die Zähne der Meerschweinchen unterschiedlich stark abgerieben, am meisten bei der Fütterung mit Bambus.; Bildquelle: UZH

Wie die Zähne von Säugetieren abgerieben werden

Zähne von Säugetieren werden ständig abgerieben. Wie genau der Zahnabrieb abläuft, ist allerdings nicht bekannt. Forschende der Universität Zürich zeigen, dass die verschiedenen Bereiche der Zähne von Pflanzenfressern unterschiedlich anfällig gegen Zahnabrieb sind
Weiterlesen

Der Sand sinkt im Pansen nach unten und sammelt sich im Labmagen, passiert den Darm und wird im Kot ausgeschieden.; Bildquelle: UZH

Spülsystem im Magen schont die Zähne der Wiederkäuer

Ziegen, Schafe und Kühe nehmen mit dem Fressen oft zahnschädigende Erdpartikel auf. Wie sich die Tiere vor zu schnellem Zahnabrieb schützen, zeigen nun Forschende der Universität Zürich auf
Weiterlesen

Eine Varroa destructor Milbe auf dem Thorax einer experimentellen Europäischen Honigbiene, Apis mellifera.; Bildquelle: Geoffrey R. Williams

Kombination von Insektengift und Milben schwächt Honigbienen

Forschende des Instituts für Bienengesundheit der Universität Bern haben entdeckt, dass ein Zusammenwirken zwischen der Milbe Varroa destructor und Neonikotinoiden die Lebensdauer von Honigbienen beeinträchtigt
Weiterlesen

Von allen Pflanzenfressern liegen die Elefanten am häufigsten in Seitenlage.; Bildquelle: Christian Schiffmann

Liegen, sitzen oder stehen: Die Grösse der Tiere bestimmt die Ruheposition

Kühe liegen immer in Brustlage, um ihre Verdauungsvorgänge nicht zu unterbrechen. Nagetiere ruhen sich auch sitzend aus, Riesenkängurus auch manchmal auf dem Rücken
Weiterlesen

Elefanten haben auf jeder Seite einen einzigen Zahn im Kiefer, der vom nächsten grösseren Zahn langsam nach vorne geschoben wird, wo er stückweise abbricht.; Bildquelle: UZH

Zahnwechsel sorgt bei Elefanten für Jojo-Effekt

Das Gewicht von Zoo-Elefanten schwankt im Laufe ihres erwachsenen Lebens in einem Zyklus von etwa hundert Monaten, wie Forscher der Universität Zürich herausgefunden haben
Weiterlesen

Prof. Dr. Ernst Peterhans; Bildquelle: Universität Bern

BVD-Virus bildet Schweizer Geschichte ab

Um die weltweit auftretende Rinderkrankheit BVD (Bovine Virusdiarrhö) in der Schweiz besser bekämpfen zu können, legten Forschende der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern eine Datenbank von BVD-Viren an
Weiterlesen


Wissenschaft


Universitäten


Neuerscheinungen

03.01.