13. Kongress der Societas Europaea Herpetologica (SEH) im Forschungsmuseum Koenig

(09.09.2005) Europäischer Herpetologen Kongress in Bonn

Über 200 Herpetologen (Reptilien- und Amphibienforscher) aus der ganzen Welt treffen sich in diesem Jahr zum größten europäischen Herpetologen Kongress im Forschungsmuseum Alexander Koenig (Leibnitz-Institut für Biodiversität der Tiere) und im benachbarten Hotel Kanzler.

Teilnehmer aus Australien, Brasilien, Finnland, Kanada, Marokko, Russland, Thailand, Ukraine, USA, Vietnam und ganz Europas kommen diesmal zu dem alle zwei Jahre in wechselnden Städten stattfindenden Kongress an dem Ort zusammen, an dem die SEH 1979 gegründet wurde.

Am Mittwoch den 28. September 2005 findet um 9.00 Uhr die Begrüßungsveranstaltung im Großen Konferenzsaal des Hotel Kanzler statt. Nach einer kurzen Einführung durch Professor Wolfgang Böhme, Stellevertretender Direktor des Forschungsmuseum Koenig und Leiter der Sektion Herpetologie, folgen Grußworte von Bürgermeister Peter Finger, Regierungsdirektor Heinrich Spanier vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und von Dr. Michael Klein, Geschäftsführer der Leibniz-Gemeinschaft. Im Anschluss eröffnet Professor Natalia B. Ananyeva, Präsidentin der SEH, den Kongress. Vier Tage werden in 77 Vorträgen, 82 Postern und 4 Workshops die neusten Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Der intensive Meinungsaustausch findet besonders in den Workshops eine geeignete Plattform:

Das Projekt Global Reptile Assessment (Globale Reptilien Erfassung) der IUCN (International Union of the Conservation of Nature), Herausgeber der Roten Liste der bedrohten Tierarten, zielt darauf ab herauszufinden wo Reptilienarten am meisten vom Aussterben bedroht sind, Gründe für diese Bedrohung festzustellen und Lösungswege zu finden. Der Workshop befasst sich insbesondere mit bedrohten Echsen- und Schlangenarten Nord-, Zentral- und Osteuropas.

Im Workshop "Artenvielfalt der Amphibien und Reptilien Vietnams und angrenzender Länder" (in Zusammenarbeit mit dem Zoo Köln) treffen sich Spezialisten aus Vietnam, Thailand, USA, Russland, Frankreich, England, den Niederlanden und Deutschland, um sich im Rahmen von Kurzvorträgen auszutauschen. Die Vorstellung neu entdeckter Arten wird dabei eine wichtige Rolle spielen, ebenso wie der Erhalt der bedrohten Artenvielfalt Vietnams.

Die EMBL-Reptiliendatenbank erfasst seit 10 Jahren alle ~ 8300 bekannten lebenden Reptilienarten mit ihren wichtigsten Daten. Pro Woche werden 1-2 neue Arten entdeckt. Die EMBL-Datenbank ist Mitglied des Species2000-Konsortiums, das alle lebenden Arten der Erde in Datenbanken erfasst. Am Runden Tisch sollen Wege der internationalen Zusammenarbeit gefunden werden.

Da einige Schlangen wie ein Nachtsichtgerät Wärme "sehen" könne, mit ihrer Zunge riechen und chemischen Pfaden folgen und in der Lage sind feinste Erschütterungen des Bodens mit ihrem Innenohr wahrzunehmen macht "die Sinneswelt der Schlangen" (Workshop in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn) zu einem hochspannenden Forschungsgebiet. In Vorträgen und Postern werden aktuellen Erkenntnisse vorgestellt und diskutiert.

Am Donnerstag 29. September 2005 um 20.00 Uhr können alle interessierten Bürger Einblick in die Arbeit der Forscher bekommen. In einem öffentlicher Abendvortrag im großen Konferenzraum des Hotel Kanzler (Adenauerallee, direkt neben dem Museum) spricht Dr. Miguel Vences aus Amsterdam /Niederlande über die Vielfalt der Reptilien und Amphibien Madagaskars. Der Vortrag wird in der Tagungssprache Englisch gehalten.

www.gli.cas.cz/SEH/

www.museumkoenig.uni-bonn.de

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