HUS- und STEC-Fälle in Rumänien und Italien

(16.04.2016) Gemeinsame rasche Ausbruchsbewertung von ECDC und EFSA: mehrere Länder betreffender Ausbruch von Shiga-Toxin bildenden Escherichia coli in Verbindung mit hämolytisch-urämischem Syndrom in Rumänien und Italien

Ein Infektionsausbruch von Shiga-Toxin bildenden Escherichia coli (STEC) in Verbindung mit dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), vor allem bei jüngeren Kindern, wurde im Februar und März aus Rumänien berichtet.

Am 21. März 2016 meldete Italien einen HUS-Fall, der epidemiologisch mit Rumänien in Verbindung stand. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit diesem mehrere Länder betreffenden Ausbruch 25 Fälle ermittelt, von denen es bei 19 zur HUS-Entwicklung kam, was in drei Fällen zum Tode führte.

Die von Patienten zusammengetragenen Informationen deuten auf einen Milch verarbeitenden Betrieb in Rumänien als eine mögliche Infektionsquelle hin. Bislang wurden mehrere STEC-Stämme identifiziert, und es ist möglich, dass mehrere Kontaminationsquellen zu diesem Ausbruch beigetragen haben.

Lebensmittelsicherheitsbehörden in Rumänien, Italien und anderen Ländern, welche die verdächtigen Lebensmittel eingeführt hatten, haben die im Verdacht stehenden Lebensmittel zurückgerufen. Allerdings könnten sich nach wie vor potenziell kontaminierte Artikel in Haushalten befinden.

Da die genaue Kontaminationsquelle noch nicht ermittelt wurde, kann es in Rumänien und EU-Ländern, in denen die betroffenen Lebensmittelprodukte vertrieben wurden, zu möglicherweise mit diesem Ausbruch in Verbindung stehenden Fällen kommen.

Um die weitere Infektionsausbreitung zu minimieren und potenzielle neue Fälle umgehend untersuchen zu können, empfehlen ECDC und EFSA den EU-Mitgliedstaaten zu erwägen, die Überwachung im Hinblick auf HUS- und STEC-Fälle zu verstärken. Sollten neue, möglicherweise mit dem Ausbruch in Verbindung stehende Fälle identifiziert werden, so sind diese darüber hinaus dem Epidemic Intelligence Information System für durch Lebensmittel und Wasser übertragbare Krankheiten (EPIS-FWD) zu melden.

Die Untersuchung der europäischen Dimension dieses mehrere Länder betreffenden lebensmittelbedingten Ausbruchs verdeutlichte den Mehrwert der Zusammenarbeit zwischen rumänischen und italienischen Gesundheits- und Lebensmittelbehörden sowie ECDC und EFSA bei der Ermöglichung einer angemessenen Risikobewertung und -bewältigung.



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