Aquakulturen – nachhaltige Fischzucht oder Massentierhaltung?

(18.07.2017) Die Nachfrage nach Fisch steigt kontinuierlich. Bereits heute sind weltweit zahlreiche Bestände überfischt. Aquakulturen könnten die Situation vieler Arten entspannen – doch sie sind höchst umstritten, denn viele Zuchtfische werden mit Meeresfischen und Medikamenten gefüttert.

Forscherinnen und Forscher arbeiten an neuen Methoden für tierverträgliche und nachhaltige Aquakulturen. Welche Veränderung braucht es für eine schonende Aquakultur? Und wie kann bewusster Fischkonsum aussehen?

Wissenschaftsjahr 2016 *17 – Meere und Ozeane Über Fragen wie diese diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Bürgerinnen und Bürgern am 24. Juli 2017, von 17 bis 18 Uhr im NDR/LN-Medienzelt der Travemünder Woche, Trave-Promenade (Höhe Überseebrücke), Lübeck-Travemünde, direkt neben der Regattastation.

Als Experten dabei sind Prof. Dr. Carsten Schulz, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, und Dr. Marina Gebert, Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB.

Die mehrfache Segelweltmeisterin und EMB-Mitarbeiterin Dr. Kathrin Adlkofer moderiert die Veranstaltung, Senatorin Kathrin Weiher übernimmt die Begrüßung. Der Eintritt ist frei.

Über www.wissenschaft-kontrovers.de können Interessierte vorab Fragen stellen und im Anschluss an die Veranstaltung die Ergebnisse der Diskussion einsehen und kommentieren.

Die Diskussion ist Teil von „Wissenschaft kontrovers“, einer Veranstaltungsreihe von Wissenschaft im Dialog (WiD) im Wissenschaftsjahr 2016 *17 – Meere und Ozeane. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Partner in Lübeck sind die Nationalakademie Leopoldina, die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB, die Hansestadt Lübeck - Stabstelle Wissenschaft, die Lübecker Nachrichten, der Norddeutsche Rundfunk und die Travemünder Woche gGmbH.

www.wissenschaft-kontrovers.de




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