EU-Fischereirat beschließt Fangmengen für die Ostsee 2018

(18.10.2017) Der Rat der europäischen Fischereiminister hat sich am Dienstag, 10. Oktober 2017, in Luxemburg auf die Festsetzung der Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2018 verständigt.

Nach deutlichen Absenkungen beim Ost-Dorsch im vergangenen Jahr, reduzieren sich die Fangmengen 2018 beim östlichen Dorsch um 8 Prozent, beim westlichen Dorsch bleiben die Fangmengen konstant.

Europaflagge Die Gesamtfangmenge für westlichen Hering wird um 39 Prozent abgesenkt, für die Scholle sinkt sie um 10 Prozent.

Dazu erklärt Bundesfischereiminister Christian Schmidt: "Nach schwierigen Verhandlungen ist uns ein tragfähiger Kompromiss gelungen. Forderungen nach weitreichenderer Quotenkürzung für Dorsch, Hering und Scholle konnten wir im Fischereirat abwenden.

Bei dem Ziel nachhaltiger Bewirtschaftung der Fischbestände in der Ostsee dürfen wir die Existenzsicherung der Ostseefischerei nicht aus den Augen verlieren. Deshalb werden wir auch im kommenden Jahr unsere finanzielle Unterstützung der Fischer fortsetzen.

Die notwendigen Quotenkürzungen sind schmerzlich für die deutschen Ostseefischer.

Aber: Nur gute Bestände sichern langfristig die wirtschaftliche Perspektive der Ostseefischerei. Mit der heutigen Entscheidung leisten wir einen Beitrag zur weiteren Erholung der Bestände und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Ostsee."


Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Viele Berufsfischer und Hobbyangler fangen am liebsten große Fische.; Bildquelle: IGB/Projekt Besatzfisch

Das Fischen der Großen hat genetische Konsequenzen

Die sogenannte größenselektive Fischerei kann Computermodellen zufolge in wenigen Generationen das Wachstumspotenzial der überlebenden Fische reduzieren und ihr Verhalten verändern
Weiterlesen

Meeressäuger durch passiv-akustisches Monitoring erkennen: Carlos de Obaldía forscht dazu an der Helmut-Schmidt-Universität; Bildquelle: Ulrike Schröder

Tierschutz auf hoher See

Nachrichtentechniker der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg bestimmen Art und Anzahl von Meeressäugern in Echtzeit
Weiterlesen

Dieser Hecht ist mal ein prachtvoller Fang.; Bildquelle: IGB/Besatzfisch

Binnenfischerei als Nahrungsquelle weltweit stark unterschätzt

Zu dieser Einschätzung kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern unter Beteiligung von Prof. Dr. Robert Arlinghaus von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
Weiterlesen

Entwicklung des Elternbestandes des Dorsches in der westlichen Ostsee.; Bildquelle: ICES 2016, Grafik Future Ocean

Kieler Forschende warnen vor Zusammenbruch des Dorschbestandes in der westlichen Ostsee

Neues Positionspapier kritisiert fischereipolitische Maßnahmen von EU und Bundesregierung als nicht ausreichend
Weiterlesen

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Fischerei in Europa: Mehr Gewinn bei weniger Aufwand möglich

Bei nachhaltiger Bewirtschaftung der Fischbestände könnten die Erträge der Fischereien in Europa um bis zu fünf Millionen Tonnen pro Jahr steigen
Weiterlesen

Dorsche im Netz; Bildquelle: Thünen-Institut/Annemarie Schütz

Fischereiforscher entwickeln neuen Ansatz zur Größenselektion beim Dorschfang mit Schleppnetzen

Einen dicken Fisch an der Angel oder im Netz zu haben – vielfach ist das die Umschreibung für Erfolg und gute Geschäfte. Auch Berufsfischer freuen sich über große Exemplare in ihren Netzen
Weiterlesen

Senckenberg

Fehlerhafte Etiketten bei Fisch und Co

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit Hilfe von DNA-Barcoding die Etikettierung verschiedener Fisch- und Krebsprodukte überprüft
Weiterlesen

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Fischwirt-Ausbildung in Deutschland neu geregelt

Seit dem 1. August 2016 gilt eine neue Ausbildungsverordnung für den Beruf des Fischwirts. Sie löst die alte Rechtsvorschrift aus dem Jahre 1972 ab
Weiterlesen


Wissenschaft


Universitäten


Neuerscheinungen





[X]
Hinweis zur Nutzung von Cookies

Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren...