Professor Mark Gessner Interimsdirektor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei

(24.08.2016) Am 1. September 2016 übernimmt Professor Dr. Mark Gessner die kommissarische Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin.

Der Biologe, der seit Januar 2011 die Abteilung «Experimentelle Limnologie» des IGB am Stechlinsee leitet und die Professur für Angewandte Gewässerökologie an der TU Berlin inne hat, folgt damit auf Prof. Dr. Klement Tockner, der zum Präsident des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gewählt wurde. 


Professor Mark Gessner

Mark Gessner studierte von 1980 bis 1987 Biologie in Düsseldorf, Freiburg i.Br. und an der Trent-Universität in Kanada. Nach Forschungsarbeiten beim CNRS in Toulouse, Frankreich, schloss er 1991 seine Dissertation an der Universität Freiburg ab. 1992 ging er an die Universität Kiel und habilitierte sich dort 1996 im Fach Limnologie.

Noch im selben Jahr wechselte er in die Schweiz, wo er bis Ende 2010 am Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag forschte und 2005 zum Titularprofessor an der ETH Zürich ernannt wurde. 2006/2007 war er Gastwissenschaftler an der Universität Stanford in Kalifornien, USA.

Aufgrund seiner fundierten Expertise ist Mark Gessner gefragter Partner in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien sowie Redaktionsmitglied renommierter Fachzeitschriften (Ecology Letters, Freshwater Biology, Aquatic Microbial Ecology).

Das besondere Forschungsinteresse von Mark Gessner gilt den Auswirkungen globaler Umweltveränderungen auf Seen, Fließgewässer und die Gewässerbiodiversität. Seit 2012 geht er diesen Fragen am IGB-Seelabor, einer grossen im Stechlinsee schwimmenden Experimentalplattform nach.



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Angler ; Bildquelle: Florian Möllers

Anglerinnen und Angler sorgen für Fischartenvielfalt im Baggersee

Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben zusammen mit Fischereibiologen des Anglerverbands Niedersachsen (AVN) die Fischgemeinschaften in anglerisch bewirtschafteten und unbewirtschafteten Baggerseen verglichen
Weiterlesen

Fungizide können in Gewässer gelangen und Einfluss auf die dortigen Mikroorganismen nehmen.; Bildquelle: pixabay

Fungizide als unterschätzte Gefahr für Organismen in Gewässern

Fungizide aus der Landwirtschaft können in angrenzende Gewässer gelangen. Die Effekte auf die Lebewesen in Flüssen und Seen sind bisher jedoch kaum untersucht
Weiterlesen

Freizeitschifffahrt an der Elbe; Bildquelle: Christian Wolter

Flussfische vertragen keinen starken Schiffsverkehr

Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für den Güterverkehr per Schiff. Hinzu kommt eine wachsende, aber kaum regulierte Freizeitschifffahrt
Weiterlesen

Fabian Schäfer und Werner Kloas vom IGB nehmen den Ralf-Dahrendorf-Preis von Bundesministerin Anja Karliczek entgegen (von links nach rechts); Bildquelle: Bernd Lammel, Bildkraftwerk

Auszeichnung für Aquaponik-Projekt: Tomaten und Fische wachsen unter einem Dach

Ein Forschungsteam am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) erhält den Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum
Weiterlesen

Eine verbesserte Fischerei- und Naturschutzpolitik spiegelt die Bedürfnisse der Angelfischerei stärker wider als bisher der Fall; Bildquelle: Florian Möllers

Fünf-Punkte-Plan zur Integration von 220 Millionen Hobbyanglern in eine nachhaltige Fischerei- und Gewässerschutzpolitik

Weltweit gibt es etwa fünfmal mehr Hobbyangler als Berufsfischer. Bisher berücksichtigt die internationale Fischerei- und Gewässerschutzpolitik die Bedürfnisse und Eigenheiten dieser 220 Millionen Angler kaum
Weiterlesen

Amazonenkärpflinge vermehren sich durch Klonung und eignen sich deshalb ideal dazu, den Einfluss von Vertrautheit zu erforschen.; Bildquelle: David Bierbach

Fische, die sich lange kennen, gehen aggressiver miteinander um

Bei Tieren kann die Aggressivität untereinander steigen, wenn die Individuen längere Zeit in unveränderten Gruppen zusammenleben
Weiterlesen

Universität Wien

Invasive Arten bleiben oft lange unentdeckt

ForscherInnen entwickeln Konzept zum Schutz der Biodiversität
Weiterlesen

Venezuela Guppys; Bildquelle: David Bierbach, IGB

Lichtverschmutzung macht Fische mutig

Künstliches Licht in der Nacht macht Guppys am Tage risikobereiter, so das Ergebnis eines Verhaltensexperiments von Forschern des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und des Max-Planck Instituts für Bildungsforschung
Weiterlesen


Wissenschaft


Universitäten


Neuerscheinungen