LAVES entwickelt Forschungsprojekt für Aquakulturen LAVES entwickelt Forschungsprojekt für Aquakulturen

(27.04.2005) Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hatte in einem einmaligen Forschungsprojekt 15 Forellenbetriebe des Landes untersucht und sich dabei mit allen Aspekten der Lebensmittelsicherheit auseinandergesetzt.

Angefangen bei Wasser- und Futterqualität über Fischgesundheit, dem möglichen Einsatz von Arzneimitteln, möglichen Umweltgiften, gentechnischen Veränderungen und schließlich mit Betriebsmanagement sowie Tierschutz.

Die Ergebnisse  ist jetzt dokumentiert und im Abschlußbericht "Forschungsprojekt 2004 - Aquakulturen in Niedersachsen" - festgehalten. Dabei wird deutlich, wie bedeutend die Aufzucht  von Fisch und Fischereierzeugnissen aus Teichen und Teichanlagen ist. In Deutschland werden durchschnittlich pro Kopf rund 14 Kilogramm Fisch gegessen. Doch von den rund 100 Millionen Tonnen Fischereierzeugnissen, die weltweit pro Jahr gefangen werden, stammen heute bereits 25 bis 30 Prozent aus dem Bereich Aquakultur. Da der Fischbestand in den Meeren seit Jahren abnimmt – unter anderem durch Überfischung – geht die Internationale Landwirtschaftsorganisation (FAO) derzeit sogar davon aus, dass in zehn bis 15 Jahren weltweit  50 Prozent der Fischereierzeugnisse durch Aquakultur abgedeckt sein werden. Das heißt, dass die Überwachung dieser Fischereierzeugnisse einen immer breiteren Raum einnimmt.

Ziel des LAVES unter Federführung des Instituts für Fischkunde Cuxhaven (IfF CUX) war es daher, im Rahmen der Lebensmittelüberwachung differenzierte Erkenntnisse aus dem Bereich Aquakultur zu gewinnen. Das flächendeckende Projekt kam auf Initiative des Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) zustande.

Die 15 Forellenbetriebe aus Niedersachsen hatten sich freiwillig am Projekt beteiligt, beprobt wurden neben dem Fisch selbst auch Wasser, Futter und Sedimente. Neben sieben Instituten bzw. Fachdezernaten des LAVES hatten sich als externe Institutionen der Forschungsbereich Fischqualität der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (Hamburg) und die Zentrumsabteilung für Chemische Analytik und Endokrinologie sowie die Zentrumsabteilung für Lebensmitteltoxikologie (beide Tierärztliche Hochschule Hannover) beteiligt.

Der Bericht zum Aquakulturbericht steht zum Download zu Verfügung.

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