WWF kritisiert das schlechte Fischereimanagement in Afrika

(27.09.2010) 200 Millionen Afrikaner sind vom Fischfang abhängig. Diese Tatsache wurde auf der ersten Konferenz der afrikanischen Minister für Fischerei und Aquakultur in Banjul/Gambia betont.

„Die zuständigen Minister des Kontinents müssen ein nachhaltiges Fischereimanagement für das Überleben der Menschen sehr ernst nehmen. Derzeit gibt es dieses Management kaum. Deshalb bleiben die meisten afrikanischen Küstenstaaten weiterhin arm“, so WWF-Fischereiexperte Axel Hein.

Der WWF kritisiert, dass der Fischereisektor in den Entwicklungshilfeprogrammen völlig unterbewertet ist und kaum Finanzierung bekommt. In den meisten Staaten gibt es kein nationales oder regionales Fischeiermanagement.

Der offene Zugang von nichtafrikanischen Ländern wie der EU zu den afrikanischen Fischereigründen verhindert derzeit ein nachhaltiges Management und gefährdet auch die Fischerei der küstennahen Gemeinden in vielen afrikanischen Staaten.

Der WWF hofft, dass mit dieser ersten afrikanischen Fischereikonferenz eine neue Ära im Management der afrikanischen Küstengewässer eingeläutet wird.

„Damit der Fischfang sechs Prozent zum Landwirtschaftssektor im jährlichen Wirtschaftswachstum beitragen kann, braucht es dringend einen nachhaltigen Fischereiansatz, der auf dem Schutz von marinen Ökosystemen beruht.

Die Umweltorganisation ruft die Länder Afrikas auch auf, bereits jetzt Maßnahmen gegen den Klimawandel zu treffen, entsprechende Daten über Fischvorkommen zu sammeln und die Zivilgesellschaft in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

„Mit einem nachhaltigen Fischereimanagement können viele neue Arbeitsplätze geschaffen und die Armut reduziert werden“, so Hein.

 


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