Energiedefizit bei Milchkühen

(11.10.2016) Agrarwissenschaftlerin erhält Preis für beste Dissertation aus dem Feld der Nutztierwissenschaften

Dr. Ngoc-Thuy Ha hat für ihre mit „summa cum laude“ bewertete Dissertation den diesjährigen Preis der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. (DGfZ) für die beste Promotion im Bereich der Nutztierwissenschaften erhalten.


Dr. Ngoc-Thuy Ha erhielt den Preis für die beste Dissertation von Dr. Otto-Werner Marquardt, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V.
In ihrer Dissertation „Lost in Transition – Genetic, Transcriptomic and Breeding Aspects of Metabolic Robustness in Dairy Cows“ an der Universität Göttingen hat sie untersucht, ob es an den Genen liegt, wenn sich Milchkühe besser auf den Beginn der Milchabgabe einstellen können.

Sie erhielt den mit 1.500 Euro dotierten Preis im Rahmen der DGfZ-Jahrestagung in Hannover.

Viele Kühe haben Probleme mit ihrem Stoffwechsel, weil sie mit der Umstellung zu Beginn der Milchproduktion nicht zurechtkommen.

„Durch den ansteigenden Energiebedarf infolge der einsetzenden Milchproduktion und die begrenzte Futteraufnahmekapazität entsteht bei der Kuh ein kritisches Energiedefizit“, so Dr. Ha von der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik.

Dabei erhöht sich das Risiko einer Stoffwechselstörung. „Unabhängig von Umweltbedingungen oder Produktionsniveau zeigt sich, dass einzelne Kühe sehr unterschiedlich mit dieser Belastung umgehen können.

Dies hat zu der Hypothese geführt, dass die Anpassungsfähigkeit des Stoffwechsels auch einen genetischen Hintergrund hat.“ Diese Fragestellung hat sie unter drei methodisch unterschiedlichen Blickwinkeln erforscht und neue Ansätze für die züchterische Lösung dieses Problemfeldes erarbeitet.

Ngoc-Thuy Ha studierte Mathematik mit Schwerpunkt Statistik an der Universität Göttingen.
2013 wechselte sie an die Fakultät für Agrarwissenschaften, um unter der Betreuung von Prof. Dr. Henner Simianer in der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik zu promovieren.

Seit Mai 2016 ist sie dort im Rahmen des EU-Projektes „IMAGE – Innovative Management of Animal Genetic Resources“ als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt.



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