Sehnen und Bänder an der Rinderzehe

(15.03.2013) H.E. KÖNIG, C. MÜLLING, J. HAGEN, R. MACHER, S. DONOSO und A. PROBST; Wien Tierärztl Monat – Vet Med Austria 100 (2013)

Für Untersuchungen und therapeutische Eingriffe an den Zehen von Rindern sind anatomische Kenntnisse von essentieller Bedeutung. Zur Orientierung können Scheibenplastinate in dieser Hinsicht äußerst hilfreich sein.

Anhand von zehn Präparaten von Rinderzehen wurden die Sehnen und Bänder beschrieben. Dabei wurden von je einem distalen Abschnitt einer vorderen und einer hinteren Extremität erstmals zu diesem Thema S10 plastinierte sagittale Körperscheiben hergestellt.

Zudem wurden Frischpräparate untersucht und auch fertige museale Trockenpräparate verwendet.

An den plastinierten Körperscheiben konnten, außer den Knochen, den Gelenken und den synovialen Einrichtungen, die Sehnen besonders gut identifziert werden.

Dabei traten die oberfächliche und die tiefe Beugesehne sowie die Manica exoria und die Mm. interossei besonders deutlich in Erscheinung.

Vom Bandapparat konnten lediglich größere Strukturen, wie das axiale gemeinsame Band des Kronund Klauengelenks sowie das distale Zwischenzehenband, eindeutig identi ziert werden.

Es wurden Überlegungen zu den Haltefunktionen der Zwischenzehenbänder und der Sehnen angestellt, wobei der Unterschied zum Halteapparat der Zehe des Pferdes herausgearbeitet wurde.

Beim Rind fehlt ein Lig. sesamoideum distale impar, so dass seine stabilisierende passive Haltefunktion wahrscheinlich vom axialen gemeinsamen Band des Kron- und Klauengelenks übernommen wird.

Wien Tierärztl Monat – Vet Med Austria

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