Salmonellenfälle in der EU nicht mehr rückläufig

(28.12.2017) Der rückläufige Trend bei Salmonellosefällen in der EU ist laut dem EFSA Jahresbericht zu Zoonosen abgeflacht

EFSA Die Zahl der in der EU erworbenen Infektionen mit Salmonella Enteritidis sind seit 2014 um 3% angestiegen, heißt es in dem Bericht, der vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erstellt wurde.

Bei Legehennen stieg die Prävalenz im selben Zeitraum von 0,7% auf 1,21%.

„Der Anstieg, den unsere Überwachungsdaten zeigen, ist besorgniserregend und mahnt zu anhaltender Wachsamkeit“, erklärte Mike Catchpole, leitender Wissenschaftler am ECDC.

„Auch wenn wir über ein ausgeprägtes Bewusstsein und nationale Kontrollprogramme für S. Enteritidis verfügen, besteht weiterhin die Notwendigkeit von Risikomanagementmaßnahmen in den Mitgliedstaaten sowie auf EU-Ebene“, fügte er hinzu.

Marta Hugas, leitende Wissenschaftlerin bei der EFSA, erklärte: „Der Rückgang von Salmonella in den vergangenen zehn Jahren ist als Erfolgsgeschichte für das EU-Lebensmittelsicherheitssystem zu verbuchen. Jüngste Ausbrüche von S. Enteritidis haben zu einem Wandel dieses Trends bei Menschen und Geflügel beigetragen.

Weitere Untersuchungen durch die zuständigen Behörden in den Bereichen öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind entscheidend, um die Gründe für die Zunahme der Fälle zu verstehen.“

Im Jahr 2016 wurden in der EU 94.530 Salmonellosefälle bei Menschen gemeldet. S. Enteritidis – der meistverbreitete Salmonellentyp – war für 59% aller Salmonellosefälle mit Ursprung in der EU verantwortlich und ist vor allem mit dem Verzehr von Eiern, Eiprodukten und Geflügelfleisch verbunden.


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