Deutschland: importierter Welpe mit Tollwut

(09.04.2010) Durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) konnte der Tollwutverdacht bei einem im Februar aus Bosnien eingeführten Welpen bestätigt werden.

Das Tier aus dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim hatte sich noch im Herkunftsland durch den Biss eines anderen Hundes infiziert, welcher aufgrund von gesteigerter Aggressivität getötet wurde.

In Deutschland biss der Welpe nach Angaben des Landratsamtes seinen Besitzer und zeigte im Verlauf für Tollwut typische Symptome wie Überempfindlichkeit, Speichelfluss, Lahmheit. Das Tier wurde eingeschläfert und aufgrund des geäußerten Tollwutverdachts eine Sektion eingeleitet, wobei der Verdacht durch das LGL und abschließend das FLI bestätigt werden konnte.

Aufgrund der Sachlage und der ergriffenen Maßnahmen ist derzeit nicht von einer Gefährdung der Öffentlichkeit auszugehen. Zwei andere Hunde, die mit dem erkrankten Welpen Kontakt hatten, waren gegen Tollwut geimpft.

Deutschland gilt seit 2008 nach den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) als tollwutfrei.

Für Tiere, die mit auf Auslandsreisen genommen werden gelten strenge Maßnahmen, die unbedingt, dem Reiseland entsprechend, zu beachten und im EU-Heimtierausweis durch den Tierarzt zu dokumentieren sind. Dies gilt ebenso für Tiere, die aus anderen Ländern importiert werden.

Auskunft zu diesem Thema geben Haustierärzte und Veterinärämter. Aus aktuellem Anlass empfiehlt die Bayerische Landestierärztekammer Hunde- und Katzenbesitzern, sich mit ihrem Tierarzt zu beraten und die regelmäßige Tollwutimpfung durchführen zu lassen, auch wenn keine Auslandsaufenthalte geplant sind.

 


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