Neues Biotech-Forschungszentrum an der Donau-Universität Krems

(20.11.2005) Im Bereich der Biomedizinischen Technologie hat sich die Donau-Universität Krems/Österreich zu einer international renommierten Forschungseinrichtung entwickelt.

Spezialgebiete der Kremser Forscher sind Blutreinigung, Multiorganversagen und Tissue Engineering, die Kultivierung von Zellen außerhalb des Körpers. Modernst ausgestattete Laborräume auf dem neuen Campus Krems bieten nun optimale Voraussetzungen für künftige Erfolge in Forschung und Entwicklung.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Zentrums für Biomedizinische Technologie der Donau-Universität Krems mit einem EU-Projekt, das sich mit der Entwicklung von Blutreinigungssystemen beschäftigte. Einen weiteren wichtigen Impuls gab die Einrichtung des "Christian Doppler Labor für spezifische Adsorptionstechnologie in der Medizin" am Zentrum im Jahr 1999. Das erste Christian-Doppler-Labor im Bereich der Medizin entwickelt neuartige Verfahren für die Eliminierung krankheitsrelevanter Substanzen aus dem Blut. Diese werden etwa bei akutem Leber- oder Multiorganversagen, schweren Fettstoffwechselstörungen und Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

"Künstliche Leber" wird bereits in Serie produziert

Die Donau-Universität Krems hat sich mittlerweile zu einem europäischen Kompetenzzentrum in Sachen extrakorporaler Blutreinigung entwickelt. Ein Vorzeigeprojekt der Kremser Forscher ist das Prometheus-System, eine "künstliche Leber", die als Unterstützungssystem bei Patienten mit akutem Leberversagen eingesetzt und in Kooperation mit der Fresenius Medical Care AG bereits in Serie produziert wird.

Neuer Forschungsbereich Tissue Engineering

Neu an der Donau-Universität Krems ist eine Arbeitsgruppe für Tissue-Engineering, die sich vorrangig mit biologischen Methoden der Rekonstruktion des Bewegungsapparats befasst. Dieser Arbeitsbereich wird seit April 2005 vom renommierten Orthopädie- und Tissue-Engineering-Spezialisten Prof. Dr. Stefan Nehrer aufgebaut.

Modernst ausgestatte Labors auf dem neuen Campus

In den Räumlichkeiten des neuen Campus Krems wurden nun die Voraussetzungen für die weitere erfolgreiche Entwicklung des expandierenden Forschungsbereichs geschaffen. Auf 800 Quadratmetern entstanden modernste Labors für Zellkultur und Analytik, Biochemie, Polymertechnik, Verfahrenstechnik und Elektronik. Das Land Niederösterreich investierte eine Million Euro in das Forschungszentrum. "Mit den neuen Labors bewegen wir uns - auch im internationalen Vergleich - auf einem sehr hohen Level", freut sich Prof. Doz. Dr. Dieter Falkenhagen, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Medizinische Wissenschaften an der Donau-Universität Krems. Internationale Partner des Zentrums - darunter Prof. Friedrich B. Prinz, Vorstand des Department of Mechanics an der Stanford University/USA, Prof. Thomas Ming Swi Chang, Leiter des Department of Physiology an der McGill University in Montreal/Kanada und Prof. Dr. Michael Nehrlich, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie an der Universität Regensburg - gratulierten persönlich zur Eröffnung am 11. November 2005.

www.donau-uni.ac.at/biomed

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