Start der GEN-AU SummerSchool in der ersten Ferienwoche

(02.07.2009) Wissenschaftsminister Hahn: „Sprungbrett in die Forschung“

Praktika ganz nahe an der Forschung für Schülerinnen und Schüler – das ist das Ziel der GEN-AU SummerSchool des Österreichischen Genomforschungsprogramms. Sie ermöglicht es jedes Jahr Interessierten aus ganz Österreich, in Wissenschaft und Forschung hinein zu schnuppern. Wissenschaftsminister Johannes Hahn: „Die GEN-AU SummerSchool ist die ideale Möglichkeit für Wissbegierige, erste Erfahrungen im Bereich Wissenschaft und Forschung zu sammeln und dient mit Sicherheit für viele als geeignetes Sprungbrett.“

Mehr als 100 Jugendliche ab 16 Jahren haben heuer einen begehrten Laborplatz ergattert und tauchen einen Monat lang in die Life Sciences Forschung ein. Noch nie zuvor - 2003 öffnete die GEN-AU SummerSchool als Nachwuchsförderungsinitiative des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) erstmals die Labortüren - wurden so viele forschende Jugendliche in Laborteams aufgenommen.

Im Rahmen der GEN-AU SummerSchool lernen die Teilnehmenden an rund 50 Orten der Forschung in ganz Österreich wissenschaftliche Methoden, den Umgang mit Geräten und den wissenschaftlichen Alltag durch die Einbindung in laufende Forschungsprojekte kennen. Neben den Laborpraktika gibt es auch die ELSA-Forschung zu den ethischen und gesellschaftlichen Aspekten der Genomforschung sowie Bioinformatik-Arbeitsplätze.

Von der SummerSchool zum Uni-Abschluss

Das GEN-AU Bioinformatik-Integrationsnetzwerk an der TU Graz nimmt jedes Jahr Schülerinnen und Schüler auf, heuer sind es vier. Gerhard Thallinger vom Institut für Genomik und Bioinformatik weiß, dass durch die Laborpraktika Jugendliche langfristig für die Forschung begeistert werden können: „Die Betreuung, die ja mit einigem Aufwand verbunden ist, geschieht natürlich auch mit der Intention, die Schülerinnen und Schüler für ein naturwissenschaftliches Studium zu interessieren und potenziellen Nachwuchs in der akademischen Forschung zu gewinnen.

Das ist uns bei vielen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GEN-AU SummerSchool auch gelungen: Einige haben während ihres Studiums Projekte an unserem Institut gemacht und die ersten werden im nächsten Jahr ihr Studium mit einer Diplomarbeit bei uns abschließen und wollen ihre akademische Karriere mit einer Doktorarbeit fortsetzen."

Frischer Wind in den Forschungsinstitutionen

Auch an der Universität Linz ist man geübt im Umgang mit den jungen Wissenschaftsinteressierten. In diesem Sommer tummeln sich gleich 11 Jugendliche am Institut für Biophysik. Für Daniela Hanna-Foißner vom Institut für Biophysik lohnt sich deren Betreuung gleich doppelt: "Neben der Ausbildungsseite hat sich die GEN-AU Summer-School auch forschungsseitig  als gewinnbringend erwiesen. Es kommen viele neue Ideen von unvoreingenommener Seite, die im Forschungsalltag durchaus willkommen sind."

„Die Praktika bieten Schülerinnen und Schülern die seltene Möglichkeit, einen Eindruck von möglichen Berufsfeldern im Rahmen der Sozialwissenschaften zu gewinnen“, nennt Maximilian Fochler vom Institut für Wissenschaftsforschung den Mehrwert von ELSA-Forschungspraktika. In das GEN-AU Projekt „Gelebte Veränderungen in den Lebenswissenschaften: Eine Analyse des "Ethischen" und des "Sozialen" in wissenschaftlicher Praxis und Arbeitskultur“ unter der Leitung von Wissenschaftsforscherin Ulrike Felt, schnuppern heuer zwei Jugendliche.

Fochler freut sich darauf: „Die GEN-AU Praktikantinnen und Praktikanten sind immer überdurchschnittlich interessiert und motiviert und daher eine wesentliche Bereicherung unseres sommerlichen Institutslebens.“

Infos zur GEN-AU SummerSchool, die 2003 als Nachwuchsförderungsschiene vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen wurde, gibt es auf www.gen-au.at. Per Forschungstagebuch im Weblog (www.summerschool.at) lassen die Jugendlichen an ihren Erfahrungen teilhaben.

 


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