Linz: Doktoratsstudiengang in Molekularer Bioanalytik

(01.12.2005) Johannes Kepler Universität (JKU) Linz mit Life Sciences-Schwerpunkt ab SS 2006

Das neue Elite-Programm "Molekulare Bioanalytik" ermöglicht 10 international ausgewählten Doktoranden exzellente Wissenschaft verbunden mit einer fundierten, dreijährigen Ausbildung auf dem Gebiet der Life Sciences. "Die Linzer Universität schließt damit eine Ausbildungslücke und setzt ein wichtiges Zeichen in der nachhaltigen Förderung des Wirtschafts- und Technologiestandorts Oberösterreich", betont Dr. Rudolf Ardelt, Rektor der JKU.

Die Teinehmer des ersten Doktoratstudienganges in Oberösterreich profitieren in mehrerlei Hinsicht: der Zusammenschluss unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Disziplinen an der JKU (Biophysik, Mathematik, Physik, Chemie) gewährleistet eine fundierte, breit gefächerte Lehre; auf einen Teilnehmer kommen jeweils zwei wissenschaftliche Betreuer; verpflichtende Softskill-Schulungen runden das Ausbildungsangebot ab.

Inhaltlich werden sich die TeilnehmerInnen der Analyse molekularer Transportprozesse widmen. Ziel ist, ein molekulares Bild davon zu entwickeln, wie Moleküle durch die Zelle erkannt und in die Zelle hinein transportiert werden. Medizinische Anwendungen ergeben sich bei der Entwicklung neuer Pharmaka, die ganz spezifisch in einen der Transportschritte eingreifen und damit erheblich weniger Nebenwirkungen verursachen als herkömmliche.

Die zu untersuchenden Wassertransportprozesse spielen z.B. bei Entzündungen und einer speziellen Form von Diabetes eine entscheidende Rolle.

Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) fördert den als "Elite-Programm" geführten Studiengang mit 1,5 Millionen Euro in den Jahren 2006 bis 2009. Ziel der Johannes Kepler Universität ist, diese Förderung noch mal zu verdoppeln, um den F&E-Sektor mit insgesamt 20 auf höchstem Niveau forschenden Doktoranden so schnell wie möglich unterstützen zu können.

"Der Elite-Studiengang beinhaltet ja auch enormes Potential für Patententwicklungen, die in Spin-Off-Unternehmen ihre Umsetzung in der Praxis finden könnten. Eine Investition in diese Ausbildung sichert Arbeitsplätze von morgen", weiß Univ.Prof. Dr. Peter Pohl, Leiter des Instituts für Biophysik.

Die Johannes Kepler Universität realisiert damit eine wichtige Maßnahme im Rahmen des strategischen Programms "Innovatives Oberösterreich 2010" des Landes Oberösterreich.

www.jku.at

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