Qualität als Erfolgsfaktor für tiergestützte Therapie

(19.07.2015) Welche Kriterien muss eine tiergestützte Behandlung erfüllen, damit sie Mensch und Tier gut tut? Fragen rund um Qualitätsstandards in tiergestützten Interventionen wurden bei einem Symposium in Verden mit Teilnehmern aus sechs europäischen Ländern diskutiert – und wesentliche Weichen für die Zukunft gestellt.

Zahlreiche Studien belegen, dass Tiere die Gesundheit des Menschen fördern können. In Krankenhäusern, Schulen oder anderen Einrichtungen werden Hunde, Pferde und andere Tiere deshalb immer beliebter als Besucher, Mitbewohner oder Co-Therapeuten.


Sonnenschein beim Symposium in Verden: Die 14 Teilnehmer kamen aus sechs europäischen Ländern angereist, um Qualitätsstandards in tiergestützten Interventionen weiter voran zu treiben. Gastgeber waren Rolf Zepp (l.) und Kristina Richter (r.) von der Mars-Initiative Zukunft Heimtier

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass sich das Feld der tiergestützten Interventionen professionalisiert und die Anbieter auf verbindliche Regelungen zum Schutz von Mensch und Tier verpflichtet werden“, sagt Rolf Zepp von Zukunft Heimtier, einer Initiative von Mars Petcare.

Um die Entwicklung  auf europäischer Ebene aktiv zu unterstützen, hat die Initiative Zukunft Heimtier 14 Experten aus sechs Ländern zu einem Symposium eingeladen. Die zweitägige Tagung im Konferenzzentrum von Mars Petcare bot unter dem Titel „Quality Assurance in Animal-Assisted Interventions“ den Raum, um den aktuellen Stand der Qualitätsdiskussion in  den jeweiligen Ländern zu vergleichen und gemeinsam die beste Vorgehensweise zu definieren.

„Die intensive Diskussion hat gezeigt, dass das Thema hochaktuell ist und einheitliche europäische Qualitätsstandards dringend erforderlich sind. Dies bestärkt uns in unserem Engagement, diese Initiative auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen“, so Zepp.

Um die Debatte rund um Qualitätsstandards weiter voran zu treiben, haben sich als ein Ergebnis der Tagung fünf Arbeitsgruppen gebildet, um in Themenfeldern wie Ausbildung, Tierschutz und Finanzierung die Grundlagen für ein europäisches Rahmenwerk zu erarbeiten.



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