Primaten werden in Österreich leider immer noch für Tierversuche herangezogen
Wieder mehr Tierversuche

(28.06.2005) VIER PFOTEN kritisiert vor allem den Anstieg von 26 Prozent bei Versuchen mit Primaten

187.336 Tiere wurden im Jahr 2004 in Österreich für Versuche herangezogen - dies bedeutet einen Anstieg um rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  Diese Zahl geht aus der heute veröffentlichten amtlichen Statistik zu Tierversuchen hervor. Entsetzt ist die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN über die Zunahme von 26 Prozent bei den Versuchen mit Primaten.  "In Österreich wurde zwar ein Verbot von Versuchen an Menschenaffen beschlossen, so genannte "Tier-Affen" werden aber vermehrt in Tierversuchen gequält", kritisiert Maria Purzner, Labortierreferentin von VIER PFOTEN.

Die aktuelle Tierversuchs-Zahl reicht beinahe an den Höchststand der letzten fünf Jahre im Jahr 2002 heran, wo über 192.000 Tiere für Versuche herhalten mussten. Am häufigsten wird in Österreich an Mäusen und Ratten getestet, die von rund 78 Prozent aller Tierversuche betroffen sind. Während die Verwendung von Katzen, Meerschweinchen, Ziegen, Schafen und Vögel im vergangenen Jahr rückläufig war, stieg die Zahl von Tierversuchen bei anderen Tierarten wie Affen, Hunde, Pferde, Hamster, Kaninchen, Ratten, Mäuse, Amphibien und Fische zum Teil dramatisch an.

Die meisten Tierversuche werden im Bereich der Forschung und Entwicklung und in der Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten und Geräten der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin durchgeführt. An dritter Stelle folgt die biologische Grundlagenforschung.

Die neue EU-Chemikalienpolitik REACH lässt einen weiteren Anstieg von Tierversuchen in Österreich und Europa erwarten. "Sollte der Vorschlag der Kommission zur geplanten Chemikalienverordnung ohne Verbesserungen umgesetzt werden vor allem Giftigkeitsprüfungen an Tieren um ein Vielfaches ansteigen", ist Purzner besorgt.

www.vier-pfoten.at


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