Partnervermittlung für Papageien

(12.01.2007) Rund 90 % aller Papageien in Deutschland werden entgegen ihrer Bedürfnisse als Einzeltier gehalten. Die Folgen sind oft schwere Verhaltensstörungen mit Selbstverstümmelungen von Federrupfen bis hin zum Abbeißen ganzer Gliedmaßen.

"Ein Herz für Tiere" bietet Netzwerk

"Als Konsequenz wird dann meist leider kein zweites Tier angeschafft, sondern der einsame Vogel von Hand zu Hand weiter gegeben, die Probleme werden immer größer", berichtet Dr. Ulrike Bante, Tierärztin bei Deutschlands größtem Tiermagazin "Ein Herz für Tiere".

In den mehr als 20 Jahren, in denen die Redaktion ihre knapp 2 Mio. Leser nun engagiert über artgerechte Papageienhaltung aufklärt, konnte inzwischen ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut werden, auf das jetzt auch Tierarztpraxen zurückgreifen können. "Sind Tierarztpraxen mit solchen Situationen konfrontiert, helfen wir gern, Papageien aus qualvollen Bedingungen in gute Hände zu vermitteln.

Primäres Ziel sollte es aber sein, den Tierhalter von einer artgerechten Zweitierhaltung zu überzeugen, ihm einen passenden Partner für seinen Papagei zu vermitteln und ihn auf dem weiteren Weg mit fachkundigem Rat zu begleiten", sagt Dr. Ulrike Bante. Interessierte Tierarztpraxen können Kontakt zu den Fachleuten von "Ein Herz für Tiere" aufnehmen über www.herz-fuer-tiere.de.

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