Global March for Elephants and Rhinos am 24. September auch in Deutschland

(23.09.2016) Tausende von Menschen in mehr als 145 Städten auf 5 Kontinenten haben sich über Länder- und Kulturgrenzen hinweg zusammengeschlossen, um gegen die Bedrohung der Wildtiere zu demonstrieren. Politiker werden ab dem 24. September in Johannesburg die künftigen Handelsbedingungen für viele bedrohte Tierarten auf der Konferenz des Washingtoner Weltartenschutzkonferenz (CITES) beraten.

2013 aus einer Grassroots-Initiative entstanden, verbindet diese internationale Bewegung von Jahr zu Jahr mehr Menschen von Harare bis Maputo, von New York, London, Hong Kong und Rio bis Sydney. Auch in Deutschland wird die Bewegung immer größer mit diesmal 10 Veranstaltungen in verschiedenen Bundesländern.


Elefant
Den Kern der kontinentübergreifenden Demonstrationen bildet eine von vielen Artenschutzorganisationen unterstützte Großveranstaltung in Johannesburg zum Auftakt der Konferenz am 24. September.

„Aus den Stoßzähnen der intelligenten und hochsozialen Elefanten wird „Nippes“ geschnitzt und insbesondere in Asien legen Spekulanten sich ganze Zähne auf Lager in der Hoffnung, dass der Wert steigt, wenn die Grauen Riesen erst einmal ausgerottet sind.

Das gehört international geächtet“, meint Heike Henderson, die Organisatorin der Hamburger Veranstaltung, Mitglied im Verein Rettet die Elefanten Afrikas e.V. „Kein Mensch braucht Elfenbein! Was wäre die Welt ohne das Weltnaturerbe Elefant?“

Täglich schrumpft die Zahl der afrikanischen Elefanten durch Wilderei um etwa 100 Tiere. Alle 15 Minuten wird ein wild lebender Elefant getötet. Gerade erst hat der „Great Elephant Census“ ergeben, dass zwischen 2007 und 2014 die Zahl der Savannenelefanten in 18 Ländern um rund 30 Prozent auf 352.000 zurückgegangen ist. Wenn nichts geschieht, könnten die Grauen Riesen in einem Jahrzehnt ausgerottet sein.

Dass ausgerechnet die EU die Rettung der Elefanten bei der Konferenz ausbremsen könnte, hat viele Experten und Artenschutzorganisationen entsetzt. „Fällt die EU das Todesurteil über die Elefanten?“ titelte die internationale Presse, weil die EU es ablehnt, alle Elefanten unter strengsten Schutz zu stellen.

Die weltweiten Demonstrationen sollen ein starkes Zeichen setzen für das endgültige Verbot jeglichen Elfenbeinhandels.

Aber auch andere Wildtiere wie Nashörner, Löwen, Flusspferde oder Giraffen werden täglich in großer Zahl illegal getötet. Geht es in diesem Tempo weiter, könnten zahlreiche Tierarten aus der Wildnis verschwinden.

Veranstalter ist der Global March for Elephants and Rhinos. Unterstützt und/oder beworben werden die Demonstrationen in Deutschland von Rettet die Elefanten Afrikas e.V., dem Jane Goodall Institut, Animals United, WAR-Wildlife at Risk, Rettet den Regenwald e.V., Prowildlife, IFAW und dem Nabu.



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