Bayerische Kurzohrmaus in der Natur wiederentdeckt

(16.02.2024) Seit mehreren Jahren gibt es im Alpenzoo ein Artenschutzprojekt mit dem Ziel eines der am stärksten bedrohten Säugetiere der Welt zu schützen, die Bayerische Kurzohrmaus.


Bayerische Kurzohrmaus

Die Bayerische Kurzohrmaus ist eines der seltensten Säugetiere Europas, wenn nicht sogar der Welt. In der Roten Liste der IUCN ist sie als vom Aussterben bedroht (critically endangered), der dritthöchste Gefährdungskategorie, eingestuft.

Das einzige aktuell noch existierende (und bekannte) Vorkommen der Art liegt im Rofangebirge in Nordtirol, also ganz um die Ecke vom Alpenzoo. In Bayern galt die Maus aber für lange Zeit als nahezu verschollen, bis im Herbst 2023 nun doch ein Exemplar in Oberbayern gefunden wurde. Dieses ist der erste Nachweis nach über 60 Jahren.

„Der Alpenzoo ist spezialisiert im Umgang mit besonders seltenen Arten und wir sind sehr stolz darauf, dass sich die Kurzohrmaus in unserem Zoo schon mehrfach fortpflanzen konnte. Dies ist aber nur die eine Seite des Schutzprojektes von uns. Von Anfang an war das große Bild immer im Fokus, also nicht nur der Aufbau einer Reservepopulation in der „Arche Noah Zoo“ sondern auch die intensivierte Suche in der Wildbahn.

Es macht mich sehr glücklich zu sehen, dass diese Art nun doch noch in Bayern gefunden werden konnte. Das nächste Ziel wird sein, die bekannten Lebensräume unter Schutz zu stellen, damit die Bayerische Kurzohrmaus in ihrer Heimat eine Zukunft hat“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler.

Zusammen mit vielen weiteren Partner läuft das Artenschutzprojekt unter der Überschrift: „Wir retten eine (unbekannte) Art“ natürlich mit voller Kraft weiter und wir werden uns weiterhin mit voller Kraft für den Schutz dieser Maus einzusetzen. Denn die Kurzohrmaus ist bedrohter als Tiger, Schneeleoparden oder Pandas und bedarf deshalb eines dringenden Schutzes. Hier sieht sich der Alpenzoo Innsbruck Tirol in der einer federführenden Rolle.


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