Mycobacterium pinnipedii: zwei Mähnenrobben-Weibchen im Tiergarten Schönbrunn eingeschläfert

(22.05.2013) „Bei umfangreichen Untersuchungen war festgestellt worden, dass die beiden Tiere mit Mycobacterium pinnipedii infiziert sind. Dieses Bakterium, das wahrscheinlich eine der Robben nach Schönbrunn mitgebracht hat, ist der Verursacher von Tuberkulose bei verschiedenen Robbenarten", erklärt Zootierarzt Thomas Voracek.

Tiergarten Schönbrunn Nachdem im Dezember 2012 bei der Sektion einer Robbe dieses Bakterium festgestellt wurde, wurde der gesamte Robbenbestand des Tiergartens untersucht.

Die gewonnenen Proben wurden von einem Mikrobiologen der Veterinärmedizinischen Universität ausgewertet.

 Voracek: "Nach Feststehen der Untersuchungsergebnisse haben wir europaweit mit Experten, wie dem Vorsitzenden der Tuberkulose-Arbeitsgruppe der Europäischen Vereinigung der Zoo- und Wildtierärzte (EAZWV), Kontakt aufgenommen.

Die eindeutige Empfehlung lautete, die beiden positiv getesteten Tiere einzuschläfern. Eine für Zoo- und Wildtiere zugelassene Tuberkulosetherapie gibt es nicht und auch die anderen Robben würden angesteckt werden."

Im Tiergarten leben nun drei Mähnenrobben: ein Männchen, ein Weibchen und das Jungtier Lunita.



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